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Dynamo ist jetzt komplett - und bereit für Geisterspiele

Josef Husbauer und Ondrej Petrak sind zurück in Dresden. Der Verein will vorbereitet sein, wenn am Donnerstag über die Saison-Fortsetzung entschieden wird.

Zuletzt zusammen im Training zu Hause: Dynamos tschechisches Duo Ondrej Petrak (l.) und Josef Husbauer.
Zuletzt zusammen im Training zu Hause: Dynamos tschechisches Duo Ondrej Petrak (l.) und Josef Husbauer. © Lutz Hentschel

Dresden. Von Alltag kann noch längst keine Rede sein, aber zumindest einen kleinen Schritt in diese Richtung geht es ab Dienstag bei Dynamo. Erstmals seit dem abrupten Saisonstopp Anfang März trainiert wieder der komplette Kader in Dresden. Mit den beiden Tschechen Josef Husbauer und Ondrej Petrak kehrten am Montag die letzten beiden Profis zurück.

Sie waren trotz des Trainingsstarts vor drei Wochen mit Genehmigung des Vereins in Prag geblieben. Beide hätten bei einer Wiedereinreise nach Tschechien 14 Tage in Quarantäne gemusst, „das wollten wir ihnen und ihren Familien ersparen“, erklärte Dynamo-Sprecher Henry Buschmann. Petrak war Anfang April zu seinen Eltern nach Prag gereist und durfte dann für zwei Wochen deren Haus nicht verlassen, obwohl er sich nicht infiziert hatte.

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Danach trainierte das Duo gemeinsam auf einem Dorfplatz in der Nähe der Hauptstadt – und das unter fachkundiger Anleitung. Mit Roman Nadvornik heuerten die beiden den Ex-Coach der Erstligisten Viktoria Zizkov und 1. FK Pribram an. Wobei es bei den Einheiten eher um die Athletik ging und nicht um Fußballspezifisches. 

Sportärzte fordern normales Training vor dem Start

Das ist auch in Dresden so, wo der Kader gemäß den Anordnungen des Sächsischen Innenministeriums in zwei Zwölfergruppen geteilt wird, die dann zeitversetzt trainieren. Der Rasen des Rudolf-Harbig-Stadions ist in vier Felder aufgeteilt, in denen jeweils Dreiergruppen separat üben dürfen.

Sollte sich die Bundesregierung gemeinsam mit den Bundesländern am Donnerstag allerdings auf eine Saisonfortsetzung ab 9. Mai oder später einigen, dürfte wohl auch wieder ein normales Mannschaftstraining erlaubt sein. Das fordern jedenfalls sowohl de Trainer als auch Sportärzte, damit Verletzungen bei den Punktspielen vermieden werden. Und deshalb kehrten Husbauer und Petrak zurück nach Dresden. „Wir müssen vorbereitet sein, wenn es wieder losgeht“, sagte Buschmann.

Pendler aus Tschechien dürfen wieder einreisen

Zudem erlaubt die tschechische Regierung den Pendlern wieder die Ein- und Ausreise ohne obligatorische Quarantäne. Einzige Bedingung: Alle 14 Tage muss ein negativer Corona-Test vorgelegt werden, der maximal vier Tage alt sein darf. 

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