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Ist er Dynamos erster Neuer für die nächste Saison?

Der Japaner Kenta Kambara kommt vom Drittligisten Carl Zeiss Jena. Er soll Dresden auf einer besonders wichtigen Position verstärken.

Kenta Kambara hat sich beim FC Carl Zeiss Jena hohes Ansehen erarbeitet. Nun kommt der Japaner nach Dresden, aber das ist noch nicht offiziell.
Kenta Kambara hat sich beim FC Carl Zeiss Jena hohes Ansehen erarbeitet. Nun kommt der Japaner nach Dresden, aber das ist noch nicht offiziell. © Getty Images for DFB/Karina Hess

Dresden. Dynamo ist international, derzeit stehen Spieler mit elf verschiedenen Staatsangehörigkeiten im Aufgebot des Fußball-Zweitligisten. Doch mit dem ersten Neuzugang für die nächste Saison erweitern die Dresdner die Palette der Nationalitäten. Kenta Kambara ist Japaner, wird am nächsten Donnerstag 29 - und nimmt eine besonders wichtige Position ein.

Bisher stand er beim FC Carl Zeiss Jena in der 3. Liga unter Vertrag, wo er wegen seiner Freundlichkeit beliebt und wegen seines Fleißes geschätzt ist. Diese Tugenden soll er nun in Dresden einbringen, auch wenn die Verpflichtung bislang nicht offiziell vermeldet worden ist. "Wir sind mit Kenta Kambara seit geraumer Zeit in guten Gesprächen und klären gegenwärtig Details, inwieweit eine Zusammenarbeit ab Sommer möglich sein wird", heißt es auf Nachfrage - mit dem Zusatz: "Wenn wir unser Trainingszentrum in Betrieb genommen haben."

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Dort könnte nämlich sein Einsatzgebiet sein - als Zeugwart. In ähnlicher Funktion hat Kambara auch in seiner Heimat beim FC Gifu gearbeitet, bevor er vor knapp drei Jahren nach Deutschland kam. Der professionelle Fußball reizte ihn. Zunächst lernte er in Mainz die wichtigsten Vokabeln auf Deutsch, dann bewarb er sich bei mehreren Dritt- und Viertligisten. "Jena lud mich ein zum Gespräch und ich durfte dort anfangen“, erzählte Kambara der Ostthüringer Zeitung.

Für Jena ist er nicht zu halten

Mit seiner bescheidenen Art und seiner Zuverlässigkeit erwarb er sich in der Mannschaft höchsten Respekt, die Spieler wussten seine Arbeit zu schätzen. So besorgten sie ihm schnell mal noch etwas Warmes zu essen vom Imbiss, wenn er nach einem Auswärtsspiel nachts im Stadion blieb, um die Trikots zu waschen. „Guten Tag“ und „Dankeschön“ können sie auf Japanisch sagen. 

Doch nun verlässt Kambara Jena - was Geschäftsführer Chris Förster bedauert. "Wir hätten ihn sehr gern gehalten" , sagte er der OTZ. Der Japaner habe stets mehr geleistet als gefordert, sei hilfsbereit und zuvorkommend gewesen. "Er ist durchweg ein Profi. Er wollte das Beste erreichen und hat das abgeliefert. Es ist kein Wunder, dass sich das herumgesprochen hat" , lobte Förster. Eine lose Anfrage aus Augsburg konnte der FC Carl Zeiss noch abwenden, doch nach Dresden zu gehen, war für Kambara ein allzu verlockendes Angebot.

Sie hätten ihn in Jena gerne persönlich verabschiedet, aber das war in Zeiten von Corona nicht möglich. Also schickten Spieler, Betreuer und Geschäftsstellenmitarbeiter persönliche Videobotschaften, in denen sie sich bei Kambara bedankten und ihm für seine Zukunft alles Gute wünschten. Der FC Carl Zeiss hat die Zeugwart-Stelle auf Vollzeitbasis bereits ausgeschrieben und möchte sie "schnellstmöglich" besetzen.

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Wann Kambara bei Dynamo vorgestellt wird, hängt wohl vom Übergabe-Termin für das neue Trainingszentrum ab. Die Einweihung ist für die Sommerpause geplant. Dort wird der zusätzliche Zeugwart als Verstärkung besonders gefragt sein, auch wenn derzeit nicht bekannt ist, welche Aufgaben Kambara genau übernehmen soll. Außer der Profi-Mannschaft absolvieren dann auch die Nachwuchsteams von der U16 bis zur U19 ihre Trainingseinheiten auf den dreieinhalb Trainingsplätzen in der modernen Anlage.

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