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Dynamo winkt das große Los im DFB-Pokal

Vor sechs Jahren war ein Sieg über Schalke in Runde eins die Initialzündung nach dem Abstieg. Klappt das diesmal wieder? Am Sonntag wird ausgelost.

Am Sonntag wird die erste Runde im DFB-Pokal ausgelost. Dynamo bekommt einen Gegner aus der ersten oder zweiten Liga.
Am Sonntag wird die erste Runde im DFB-Pokal ausgelost. Dynamo bekommt einen Gegner aus der ersten oder zweiten Liga. © Robert Michael

Dresden. Dynamos Abstieg ist auch eine Chance, nämlich die auf das ganz große Los im DFB-Pokal. Am Sonntag, 18.30 Uhr, werden während der Sportschau in der ARD die ersten Paarungen ermittelt. Die Dresdner sind in Topf 2 gerutscht, haben also in jedem Fall Heimrecht und treffen auf einen Erst- oder Zweitligisten. 

Vor sechs Jahren hieß der erste Gegner Schalke 04. Mit einem 2:1-Erfolg gelang den Schwarz-Gelben eine echte Sensation. Das war damals so etwas wie eine Initialzündung nach dem ernüchternden Rückfall in die Drittklassigkeit. Es folgte ein Krimi gegen Bochum, als Justin Eilers erst den Ausgleich und in der Verlängerung das Siegtor erzielte. Dabei hatte der Stürmer vorher über Rückenprobleme geklagt und dann wie eine alte Frau am Stock gejubelt. Und auch in Runde drei lieferte Dynamo eine begeisternde Leistung, auch wenn Borussia Dortmund sich letztlich souverän mit 2:0 durchsetzte. Die Einnahmen aus den drei Runden halfen dem Verein, das Darlehen an Medienunternehmer Michael Kölmel zurückzuzahlen.

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Die Sensation ist perfekt, Michael Hefele (vorn/mit Furhgill Zeldenrust) schreit seine Freude heraus: Dynamo Dresden gewinnt im August 2014 gegen den FC Schalke 04 mit 2:1 und wirft den Favoriten aus dem DFB-Pokal. Dieses Erlebnis war nach dem Abstieg dam
Die Sensation ist perfekt, Michael Hefele (vorn/mit Furhgill Zeldenrust) schreit seine Freude heraus: Dynamo Dresden gewinnt im August 2014 gegen den FC Schalke 04 mit 2:1 und wirft den Favoriten aus dem DFB-Pokal. Dieses Erlebnis war nach dem Abstieg dam © Robert Michael

Was diesmal auch wieder passieren kann: ein Erstrunden-Duell gegen Bayer Leverkusen wie 2011 oder RB Leipzig wie 2016. Das ist der Reiz: Kampf zwischen David und Goliath. Beide Male lag Dynamo klar zurück, kam wieder, gewann in der Verlängerung gegen Bayer und im Elfmeterschießen gegen RB. Unvergessene Spiele – nicht nur wegen der Ergebnisse, sondern der besonderen Pokal-Atmosphäre. Wie in der Vorsaison, als etwa 30.000 Dresdner Fans das halbe Berliner Olympiastadion in Schwarz-Gelb tauchten und das Team gegen den Bundesligisten unglücklich im Elfmeterschießen ausschied. Nach 90 Minuten hatte es 2:2 gestanden, nach der Verlängerung 3:3. 

Bis zu 12.000 Zuschauer im Stadion?

Das ist der Wermutstropfen, denn 30.000 Fans werden bei den vom 11. bis 14. September geplanten Spielen nicht ins Stadion dürfen. Die Auslosung sieben Wochen vor der ersten Runde soll aber den Vereinen, speziell den kleineren, die Gelegenheit geben, ein Hygiene-Konzept zu erstellen, damit wenigstens einige Zuschauer dabei sein können, wenn der FC Bayern beim Dorfverein antritt. Oder in Dresden? Hier sollen laut einem Bericht der Morgenpost ab September bis zu knapp 12.000 Leute ins Rudolf-Harbig-Stadion dürfen, sofern es am Standort und in den umliegenden Landkreisen in der Woche zuvor maximal 35 Neuinfektionen mit dem Coronavirus pro 100.000 Einwohner gegeben hat.

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Eine weitere Besonderheit in diesem Jahr: Die meisten Landespokalsieger werden erst beim auf den 22. August verschobenen „Tag der Amateure“ ermittelt. Bislang sind 23 der 64 Startplätze noch nicht fest vergeben. Während in Sachsen-Anhalt der 1. FC Magdeburg nach dem Abbruch zum Sieger erklärt wurde, müssen in manchen Landesverbänden noch Viertel- und Halbfinals gespielt werden. In Niedersachsen zieht sich Eintracht Braunschweig aber zurück, weil man den Platz im DFB-Pokal als Zweitliga-Aufsteiger sicher hat. Bayern meldete laut Tabellenstand den FC Schweinfurt, die Regionalliga soll indes im September noch zu Ende gespielt werden.Für Dynamo steht dagegen der Gegner am Sonntagabend fest. Es könnte auch der Erzrivale aus dem Erzgebirge sein. 

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