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Die fünf Fragen nach Dynamos Test bei Union

Die Dresdner verlieren beim Bundesligisten in Berlin mit 0:2. Wie ist diese Niederlage jetzt zu bewerten und welche personellen Aufschlüsse gibt es - die erste Analyse.

Dynamos Yannick Stark setzt sich hier gegen den Unioner Berkan Taz durch, die Dresdner verlieren trotzdem in Berlin.
Dynamos Yannick Stark setzt sich hier gegen den Unioner Berkan Taz durch, die Dresdner verlieren trotzdem in Berlin. © Lutz Hentschel

Berlin. Das Ergebnis muss den Dynamo-Fans keine Bange machen. Beim Bundesligisten Union Berlin unterlagen die Dresdner am Samstagnachmittag nach einer torlosen ersten Halbzeit mit 0:2. Die Leistung war, wie schon beim ersten Test gegen Hertha BSC II (2:3), durchaus vernünftig. Luft nach oben ist allemal, zu dem Zeitpunkt der Vorbereitung aber völlig normal. 

Fünf Fragen und Antworten zum Spiel im Stadion "An der alten Försterei".

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Wie ist diese Niederlage einzuordnen?

Natürlich ist sie "kein Beinbruch", wie es Marco Hartmann danach sagt. Immerhin spielt Union inzwischen zwei Klassen höher, hat sich in der Bundesliga behauptet. Dynamo hat gegen die Berliner durchaus ordentlich dagegen gehalten, verteidigte vor allem in der ersten Halbzeit engagiert und taktisch gut organisiert. 

Trotzdem kam Union zu einigen Chancen, zwei Treffer wurden zu Recht nicht anerkannt. In der zweiten Halbzeit "haben wir die dummen Fehler gemacht", sagt Hartmann und meint die Situationen, die zu den Gegentreffern durch Joshua Mees (50.) und Grischa Prömel (62.) führten.

Das Fazit von Cheftrainer Markus Kauczinski: "In der zweiten Halbzeit haben wir ordentlich Fußball gespielt, aber die Tore fallen zu leicht. Das war achtbar, aber wir müssen noch in allen Belangen zulegen."

Welche personellen Erkenntnisse gibt es?

Kauczinski hat zur Pause komplett durchgewechselt und die beiden Mannschaften im Vergleich zum ersten Test gegen Hertha BSC II noch mal anders zusammengestellt. Für Aufschlüsse über eine mögliche Startelf für den Saisonstart ist es ohnehin zu früh. Bis zum DFB-Pokalspiel gegen den Hamburger SV bleibt noch ein Monat, die 3. Liga startet eine Woche später. 

"Der eine oder andere sucht noch seinen Rhythmus, insgesamt war es aber ein Schritt nach vorne", meint Kauczinski.

In der Trinkpause gibt Dynamos Cheftrainer Markus Kauczinski noch mal Anweisungen.
In der Trinkpause gibt Dynamos Cheftrainer Markus Kauczinski noch mal Anweisungen. © Lutz Hentschel

Welche Schwachstellen sind zu erkennen?

Tatsächlich gibt es noch einen Engpass im Kader: die rechte Abwehrseite. Das ist lediglich für den 23 Jahre alten Robin Becker, der von Eintracht Braunschweig kam, die Stammposition. Kauczinski probierte in der zweiten Hälfte mit Osman Atilgan ein Stürmer-Talent als Rechtsverteidiger, was weniger gut funktioniere. Als Luka Stor zehn Minuten vor Schluss für Atilgan eingewechselt wurde, rückte Max Kulke nach hinten. Er ist aber eher für das defensive Mittelfeld vorgesehen. 

Die Partie könnte ein Fingerzeig gewesen sein, dass sowohl Atilgan als auch Stor in den Planungen von Kauczinski keine wesentliche Rolle spielen. 

Ist der neue Kapitän zu erkennen?

Nein. In der zweiten Halbzeit gab es keinen, auch Hartmann hatte die Binde nicht übergestreift. Bis zur Pause trug sie Sebastian Mai, der vom Halleschen FC gekommen ist und nach einer Leisten-Operation sein erstes Spiel als Profi für Dynamo bestreiten konnte. Im Nachwuchs und der zweiten Mannschaft war der gebürtige Dresdner bereits bei der SGD aktiv.

"Im ersten Spiel gleich Kapitän sein zu dürfen, war für mich etwas sehr, sehr Besonderes", sagt Mai, will das aber nicht als Zeichen werten: "Ich weiß nicht wie, aber irgendwie wird es schon geregelt werden. Wir haben verschiedene Kandidaten, die das Amt würdig vertreten können." 

Vorige Woche hatte erst Yannick Start das Schleifchen am linken Oberarm getragen, dann Hartmann - allerdings auch erst, als jemandem aufgefallen war, dass Dynamo die zweite Hälfte ohne Kapitän begonnen hatte.

Woran muss Dynamo jetzt arbeiten?

Für Hartmann ist Körperlichkeit ein Thema. "Union war, wie ich sie seit Jahren kenne, konsequent in dem, was sie machen: aggressiv im Zweikampf, uns körperlich überlegen. Sie haben uns einige Male den Schneid abgekauft", sagt der 32-Jährige. 

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