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Dynamo-Fans ziehen in die Friedrichstadt

Soziales. Das Fanprojektdes ZweitligistenDynamo Dresden verlässtdas Harbig-Stadion.Anhänger sind skeptisch.

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Von Thilo Alexe

Am Montag beginnt der Umzug. Das Fanprojekt von Dynamo Dresden verlässt sein Büro auf dem Areal des Harbig-Geländes und zieht auf die Löbtauer Straße 17 in der Friedrichstadt. „Wir konnten gegenüber des Fanshops nur eine Fläche von 60 Quadratmetern nutzen. Das war viel zu klein“, begründet Torsten Rudolph vom Fanprojekt das Vorhaben.

In der Sommerpause soll das neue Quartier, das gegenüber dem Amtsgericht auf zwei Etagen rund 200 Quadratmeter Platz bietet, bezogen werden. Der neue Standort ist allerdings umstritten. Dynamofans kritisieren, dass das Quartier unmittelbar in der Friedrichstadt – der Heimat das Lokalrivalen DSC – liegt. Zudem befürchten Anhänger, dass das Projekt weniger Fans erreicht, wenn es nicht mehr im Harbig-Areal sein Büro hat.

Rudolph versucht, diese Kritik zu entkräften: „Wenn es eine Möglichkeit gegeben hätte, auf dem Gelände zu bleiben, hätten wir sie genutzt.“ Zudem könne das Projekt in den neuen Räumen mehr leisten. Voraussichtlich noch in diesem Jahr soll, falls das Land sich an dem von der Stadt und Verein geförderten Projekt (Jahresetat rund 60 000 Euro) beteiligt, ein dritter Mitarbeiter angestellt werden. So könnte ein Schwerpunkt des Projekts – die Präventionsarbeit mit Jugendlichen – ausgeweitet werden. „Derzeit laden wir Schulklassen zu uns ein, vermitteln Gespräche mit Spielern und bieten Rollenspiele zur Gewaltvermeidung an“, sagt Rudolph.

Künftig will das Team stärker an Schulen wirken, um das Abdriften jugendlicher Anhänger in die gewaltbereite Szene zu verhindern.

www.dynamofans.de