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Die Fiel-Berufung ist logisch, aber riskant

Der Neue braucht vom Verein die maximale Unterstützung, die sein Vorgänger nie hatte, meint SZ-Sportredakteur Sven Geisler.

Es kommentiert SZ-Sportredakteur Sven Geisler.
Es kommentiert SZ-Sportredakteur Sven Geisler. ©  SZ-Montage

Chance verspielt. Maik Walpurgis ist als Cheftrainer bei Dynamo Dresden endgültig gescheitert. Das 0:2 in Darmstadt war genau die eine Niederlage zu viel, die Fans wandten sich von der Mannschaft ab und verließen schon vor dem Schlusspfiff das Stadion. Dadurch wurde aus einer sportlich schwierigen Situation eine für das Klima im Verein bedrohliche Lage. Das meint der Sportgeschäftsführer, wenn er erklärt, die Entscheidung sei alternativlos gewesen.

Ein Nachfolger steht bereits fest, und auch seine Wahl ist eine logische Konsequenz. Mit Cristian Fiel präsentiert Dynamo einen neuen Coach, der erst im Mai 2015 seine Karriere als Spieler beendet hat und von den Anhängern als „Fußballgott“ gefeiert worden ist. Der Publikumsliebling soll es nun also richten. Aber Vorsicht! Ein Heilsbringer ist er nicht und es wird nicht reichen, ihn anzubeten, um wieder erfolgreich zu sein. Fiel findet eine verunsicherte Mannschaft vor, die zudem nicht gut zusammengestellt ist.

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Den Schuh muss sich auch Sportchef Minge anziehen, auch wenn er auf die Personalplanung für diese Saison wegen seiner krankheitsbedingten Auszeit nur bedingt Einfluss hatte. Mit Walpurgis hat er jedoch nicht den passenden Trainer nach Aufstiegscoach Uwe Neuhaus gefunden, das kann passieren. Den 38 Jahre alten Fiel nun direkt mit dem Abschluss seiner Ausbildung zum Fußball-Lehrer in die Pflicht zu nehmen, ist auch eine riskante Wahl. Er braucht die maximale Unterstützung, die sein Vorgänger nie hatte.

E-Mail an Sven Geisler: [email protected]