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Dynamos Torwart: Das kann doch nicht wahr sein

Kevin Broll muss von hinten mit ansehen, wie vorne Chancen vergeben werden. Er hält beim 2:1 gegen Heidenheim stark. Die Note 2  bekommen auch drei andere.

Kevin Broll bestätigt mehr und mehr seinen Status als Dynamos neue Nummer eins.
Kevin Broll bestätigt mehr und mehr seinen Status als Dynamos neue Nummer eins. © dpa-Zentralbild

In der ersten Halbzeit hat er Dynamo vor einem Rückstand bewahrt, bei der letzten Chance für Heidenheim den Sieg festgehalten: Torwart Kevin Broll, vor der Saison von Großaspach aus der 3. Liga gekommen, bestätigt seinen Status als neue Nummer eins bei den Schwarz-Gelben. Nach dem 2:1-Sieg gibt er sich im Interview cool und bescheiden.

Kevin Broll, was war Ihr Gedanke, als Sie den Ball in der letzten Szene sicher hatten, den Abpfiff hörten und Dynamos erster Saisonsieg sicher war?

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Ich denke, ich spreche für jeden Spieler auf dem Platz und auf der Ersatzbank, fürs Trainerteam, für die Fans im Stadion und alle drumherum: Das war ein erlösendes Gefühl, endlich die drei Punkte im Sack zu haben und das auch noch hochverdient. Wir haben uns diesmal einfach belohnt.

Allerdings vorher viele Chancen vergeben. Wie erleben Sie das als Torwart?

Irgendwann habe ich gedacht: Das kann doch nicht wahr sein! Aber dann ist der Knoten geplatzt. Der Elfmeter ist ärgerlich, aber wir haben es als Team über die Zeit gebracht, drei Punkte, weiter geht’s!

War es überhaupt ein Elfmeter?

Der Schiri hatte den Videobeweis, hat es noch 26-mal von verschiedenen Kameras gesehen. Das ist unglücklich gelaufen. Der Heidenheimer macht es clever, es gibt einen kleinen Schlag. Aber ob man den pfeifen muss? Keine Ahnung.

Hatten Sie nach dem Anschlusstor die Sorge, es könnte noch was passieren?

Wenn man so anfängt … Nein, man muss sofort wieder da sein, die Jungs von hinten raus anpeitschen, wenn es sein muss anschreien, damit man sie wachhält und sie nicht den Kopf verlieren. Wir sind Profis genug, um nicht den Schw… einzuziehen.

In der ersten Halbzeit hatten Sie einiges zu tun. Was haben Sie da gedacht?

Nix, eigentlich nichts. Wenn der Ball aufs Tor kam, habe ich versucht, ihn zu halten. Das ist ein einfaches Spiel als Torhüter.

Beim Schlenzer von Marc Schnatterer mussten Sie sich schon strecken …

Ja, aber das habe ich doch ganz gut hinbekommen. Dass sie ihre Qualitätsspieler haben, auch zu Chancen kommen – das ist klar. Das ist zweite Liga hier!

Sie haben ein starkes Spiel gemacht. Sind Sie jetzt angekommen in Dresden?

Ich versuche jedes Spiel, kein Tor zu bekommen und der Mannschaft zu helfen. Wenn es so ausgeht wie heute, ist das gut für mich, gut fürs Team, gut für die Punkte in der Tabelle. Darauf kann man aufbauen.

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Trainer Cristian Fiel meinte, Sie müssten sich auch erst einmal an die Lautstärke von fast 30.000 Fans gewöhnen. Wie klappt die Umstellung?

Ja klar, man muss anders reagieren und agieren. Dass man manches Wort nicht versteht und nach dem Spiel ein bisschen heiser ist, kommt vor. Es war eine kleine Umstellung, aber das geht schnell.

Das Gespräch notierte Sven Geisler.

Dynamos Spieler in der Einzelkritik

Kevin Broll: In der ersten Hälfte zweimal gefordert – und zweimal zur Stelle. Nach der Pause noch stärker. Beim Elfmeter machtlos. Note: 2

Linus Wahlqvist: Fällt im Vergleich zu seinen Nebenleuten einmal mehr ab, sowohl im Defensivverhalten als auch offensiv. Note: 4

Kevin Ehlers: Wieder in der Anfangself, nicht etwa Ballas oder Hamalainen. Und wieder macht der 18-Jährige ein sehr gutes Spiel. Note: 2

Jannik Müller: Der Kapitän geht mit Leistung voran. Ist einer der Besten: Hält Abwehr zusammen und setzt Akzente nach vorn. Note: 2

Dzenis Burnic: Auffällig als Ballverteiler mit gutem Zug zum gegnerischen Tor. Verursacht den Elfmeter, der trotz Videobeweis strittig ist. Note: 3

Jannis Nikolaou: Stark als Balleroberer. Gewinnt immer wieder entscheidende Zweikämpfe. Dabei bleibt es dann aber auch. Note: 3

Patrick Ebert: Sorgt immer wieder mal für den kleinen, technisch feinen Unterschied – wie bei dem Freistoß, den er direkt verwandelt und damit den Weg zum Sieg ebnet. Note: 3

Sascha Horvath: Was auf Atik zutrifft, gilt auch für ihn. Sucht viel zu selten den Abschluss in Strafraumnähe, erzwingt das Tor nicht. Note: 4

Baris Atik: Sehr lebendig, engagiert (auch im Reklamieren beim Schiedsrichter), aber zu verspielt. Muss vorm Tor zielstrebiger sein. Note: 4

Chris Löwe: Kehrt erwartungsgemäß in die Startformation zurück. Tut der jungen Mannschaft mit Erfahrung und unaufgeregter Spielweise gut. Schlägt zudem gefährliche Flanken.  Note: 3

Alexander Jeremejeff: Der Neuzugang ist sofort im Spiel, auch wenn die Laufwege noch nicht passen. Vergibt erst einige Großchancen und trifft dann doch noch.  Note: 3

René Klingenburg: Belebt auf Anhieb die Offensive, an allen gefährlichen Situationen beteiligt. Note: 2

Florian Ballas: Kommt als defensive Sicherung. Note: 3

Ohne Note: Neuzugang Luka Stor bei seinem Debüt. (SZ/-yer)

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Die Freude muss raus: Patrick Ebert hat das 1:0 für Dynamo erzielt, Baris Atik springt ihm auf die Schultern und René Klingenburg kommt zum Jubeln. © dpa-Zentralbild

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