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Dynamo: Heise weg, ein Neuer jetzt da

Was der Trainer zur Leihgabe aus Dortmund sagt und wie es mit Berko weitergeht.

Als dieses Foto gemacht wurde, war Philip Heise sogar mal für ein Spiel Dynamo-Kapitän. Seitdem sorgte er weniger für positive Schlagzeilen.
Als dieses Foto gemacht wurde, war Philip Heise sogar mal für ein Spiel Dynamo-Kapitän. Seitdem sorgte er weniger für positive Schlagzeilen. © Robert Michael

Jetzt ist es offiziell: Philip Heise verlässt Dynamo Dresden am letzten Tag der Winter-Transferperiode und erfüllt sich seinen Traum von der Insel. Wie der Verein am Donnerstagmittag bestätigte, wechselt der 27 Jahre alte Linksverteidiger zu Norwich City. Bei dem englischen Zweitligisten hat er einen Vertrag bis 2022 unterschrieben. "Beim Kampf um den Aufstieg in die Premier League mit seinem neuen Klub und für seine private und berufliche Zukunft wünschen wir ihm alles Gute", wird Sportgeschäftsführer Ralf Minge in der Mitteilung zitiert.

Über die Ablösesumme wurde wie üblich Stillschweigen vereinbart, sie soll im unteren sechsstelligen Bereich liegen. Sollte Norwich tatsächlich aufsteigen, dürfte sich Dynamo jedoch über einen erheblichen Nachschlag freuen. Im Sommer 2017 hatte Wolverhampton Wanderers sogar eine Millionensumme für Heise geboten. Damals war Heise jedoch Leistungsträger bei den Schwarz-Gelben und Minge legte sein Veto ein. Heise war im Januar 2017 vom VfB Stuttgart zu Dynamo gekommen und bestritt 58 Partien in der zweiten Liga sowie drei im DFB-Pokal. Er erzielte sechs Treffer und bereitete 17 vor.

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Er werde Dynamo in besonderer Erinnerung behalten, "auch wenn die letzten Wochen für mich persönlich nicht ganz einfach waren", erklärt Heise. Zuletzt fiel er weniger durch seine Leistung auf. Vor dem Spiel im Duisburg zum Jahresende wurde er suspendiert, durfte eine Woche lang nicht mit der Mannschaft trainieren. Man habe Zweifel an seiner Einstellung, hieß es zur Begründung. Während des Trainingslagers in der Türkei nahm ihn der Chefcoach zudem aus dem Mannschaftsrat. Er solle sich auf seine Leistungsfähigkeit konzentrieren, erklärte Maik Walpurgis. Zudem hatte Heise nach der Systemumstellung auf die Viererkette in der Abwehr keinen Stammplatz mehr, weil Brian Hamalainen auf der linken Seite derzeit gesetzt ist.

Beim 3:4 gegen Arminia Bielefeld am Mittwochabend fehlte Heise offiziell wegen eines Infektes. Jetzt ist klar, dass er wegen seines bevorstehenden Absprunges nicht berücksichtigt worden ist.

Berko darf erst nach der Saison wechseln

Dagegen hat Erich Berko von Anfang an gespielt. Der 24 Jahre alte Offensivspieler wird die SGD jedoch im Sommer verlassen. Wie Dynamo mitteilt, hat er bei Darmstadt 98 bereits einen Vertrag bis 2022 unterschrieben. Bei ihm sei ein vorzeitiger Vereinswechsel jedoch nicht infrage gekommen, betont Minge. "Wir sind überzeugt, dass uns Erich mit seinem tadellosen Charakter in den restlichen Spielen der laufenden Saison noch helfen wird." Der Sportchef hebt die "jederzeit offenen und fairen Gespräche" mit Berko und den Verantwortlichen in Darmstadt hervor. "Mir war es wichtig, dass alle bereits zum jetzigen Zeitpunkt Klarheit haben und wir kein Versteckspiel betreiben", erklärte Berko und kündigte an, bis Saisonende weiter alles für Dynamo geben zu wollen.

Erich Berko verlässt die Dresdner im Sommer.
Erich Berko verlässt die Dresdner im Sommer. © Robert Michael

Abwehrtalent Burnic kommt aus Dortmund

Derweil hat Dynamo auch einen Neuzugang offiziell bekannt gegeben. Wie sächsische.de berichtete kommt Dzenis Burnic von der zweiten Mannschaft von Borussia Dortmund nach Dresden. Das 20 Jahre alte Abwehrtalent wird zunächst bis Saisonende ausgeliehen. „Dzenis ist ein technisch und taktisch hervorragend ausgebildeter Defensivallrounder, der sich auf der Position im defensiven Mittelfeld und als Linksverteidiger am wohlsten fühlt“, erklärte Minge in der Mitteilung des Vereins. Burnic selbst beschreibt darin seine Erwartungen so: „Ich bin unheimlich gespannt auf Dynamo Dresden – sowohl auf die Mannschaft, als auch auf die Atmosphäre bei den Heimspielen.“ Er wolle das Team so gut wie möglich unterstützen. 

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Allerdings wird er das noch nicht beim Spiel am Samstag, 13 Uhr, in Heidenheim können, obwohl er bereits seit Mittwoch in Dresden ist und als Zuschauer im Stadion war. "Es wäre schwierig, ihn ohne Mannschaftstraining dazu zu nehmen", sagt Walpurgis. Außerdem habe er noch einiges zu regeln. Der Trainer hält große Stücke auf den deutschen Nachwuchsauswahlspieler. "Er ist ein toller Spieler, der im defensiven Mittelfeld zu Hause ist, aber auch alternative Positionen spielen kann wie auf der linken Seite." Burnic gilt als spielintelligent und sowohl technisch als auch taktisch gut ausgebildet. Vorige Saison war er an den VfB Stuttgart ausgeliehen und kam auf sechs Einsätze in der Bundesliga. Er habe dort unter Trainer Hannes Wolf einen Sprung gemacht, meint Walpurgis. Allerdings konnte sich Burnic bei den Schwaben keinen Stammplatz erkämpfen. Für Dortmund hatte er sein Debüt in der höchsten Spielklasse am 11. Februar 2017 beim 1:2 gegen Darmstadt gegeben.

Dzenis Burnic kommt von den Gelb-Schwarzen zu den Schwarz-Gelben.
Dzenis Burnic kommt von den Gelb-Schwarzen zu den Schwarz-Gelben. © imago/Steffen Kuttner