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Dynamo: Überraschende Wende bei Makienok?

Er war der große Torjäger, sollte beim Neustart in der 3. Liga helfen - bis Dynamo den Kader umkrempelte. Nun bemüht sich der Verein um die Rückkehr des Dänen.

Enttäuscht sitzt Simon Makienok am Boden. Dynamo muss absteigen. Ob er bleiben soll, kann und will, ist mehr denn je offen.
Enttäuscht sitzt Simon Makienok am Boden. Dynamo muss absteigen. Ob er bleiben soll, kann und will, ist mehr denn je offen. © Lutz Hentschel

Von Oscar Jandura

Dresden. "Ich bin traurig darüber, dass meine Zeit in Dresden so enden muss. Ihr habt aus mir einen Fan auf Lebenszeit gemacht." Obwohl sich Simon Makienok nach dem letzten Spieltag von Dynamo und aus Dresden verabschiedet hatte, war das noch nicht der endgültige Abgang des 2,01 Meter großen Stürmers. Trainer Markus Kauczinski wollte ihn gerne behalten. Doch es kam erst einmal anders. 

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Zwei Wochen später veröffentlichte der Verein eine Liste mit Spielern, die den Verein verlassen müssen, und auch Makienoks Name stand darauf. Sein Vertrag war ausgelaufen, nachdem der Däne in der Winterpause vom niederländischen Erstligisten Utrecht nach Dresden kam.

Intern scheint Makienoks Abgang aber noch längst nicht festzustehen. Nach Recherchen von Sächsische.de liegt dem ehemaligen dänischen Nationalspieler weiterhin ein Angebot zur Vertragsverlängerung vor. "Simon war in Dresden sehr glücklich, nur das Saisonende verlief sehr unglücklich. Er sucht nach einem stabilen Projekt über zwei oder drei Jahre", beschreibt Casper Grønn, Makienoks Berater, die Anforderungen seines Klienten für die kommende Zeit.

Intern gibt es Unklarheiten über die Personalie

Dynamo ist jedoch nicht der einzige Verein, der Interesse am 29-Jährigen hat. Laut Grønn bemühen sich Klubs aus ganz Europa um den kopfballstarken Stürmer. Vereine aus Zypern, der Türkei, Skandinavien und Deutschland haben inzwischen Angebote für Makienok hinterlegt, so Grønn. Konkreter wird er nicht, bestätigt aber das Dynamo-Angebot.

Steht also die nächste Wende in der Personalie Makienok bevor? Auf jeden Fall scheint es intern Unklarheit über den Wert des Mittelstürmers zu geben. 

Während Kauczinski in einem Interview mit Sächsische.de betonte, dass Makienok „uns in der 3. Liga gut zu Gesicht stehen würde“, will Sportchef Ralf Becker "mit neuen Gesichtern nach vorne schauen" und verabschiedete ihn wie 16 weitere Spieler über die Social-Media-Kanäle des Vereins. Immerhin wurde Makienoks Rückennummer, die 13, bislang noch nicht wieder vergeben. Anders war es bei Niklas Kreuzer, der durch die Neuvergabe seiner Rückennummer 7 erfuhr, dass er nicht bleiben soll.

Eine Entscheidung fällt nach seinem Urlaub

Dynamo reagiert zurückhaltend, dementiert das Bemühen um Makienok aber nicht. "Wir werden auch weiterhin keine Zwischenstandsmeldungen zur vertraglichen Situation von ehemaligen, aktuellen oder vermeintlich zukünftigen Spielern abgeben", erklärte Pressesprecher Lennart Westphal und verwies auf das Interview mit Becker auf der Vereinshomepage, in dem der Sportchef den Abschied von insgesamt 17 Spielern öffentlich machte.

Ob Makienok tatsächlich nach Dresden zurückkehrt, wird sich bald zeigen. Er sei momentan noch im Urlaub, werde sich erst nächste Woche mit den Angeboten auseinandersetzen, sagt Grønn. Dresden sei zwar immer noch im Rennen, besitzt aber nur Außenseiterchancen auf eine Verpflichtung.

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Garantiert nicht zu Dynamo zurückkehren wird Makienoks Landsmann Brian Hamalainen, der ebenfalls von Grønn beraten wird. Bei dem Außenverteidiger ist ein Wechsel nach Skandinavien oder Belgien, wo er vor seiner Zeit bei Dynamo für sieben Jahre spielte, am wahrscheinlichsten. 

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