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Was bringen Dynamo diese Neuzugänge?

Die Dresdner holen erst Stürmer Patrick Schmidt vom Zweitliga-Konkurrenten aus Heidenheim. Wenig später wird auch Marco Terrazzino offiziell vermeldet.

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Marco Terrazzino soll Schwung ins Spiel von Dynamo bringen.
Marco Terrazzino soll Schwung ins Spiel von Dynamo bringen. © nordphoto

Dresden. Kurz nach dem Rückrunden-Trainingsauftakt hat Dynamo Dresden am Freitag den ersten Neuzugang vermeldet: Patrick Schmidt wird zunächst bis Saisonende von Liga-Konkurrent 1. FC Heidenheim ausgeliehen. Der Stürmer wird bei den Schwarz-Gelben mit der Rückennummer 9 auflaufen. Das Schlusslicht der zweiten Liga sicherte sich auch eine Kaufoption für den 26-Jährigen.  

"Der Tag ist doch noch lang, wer weiß", sagte Trainer Markus Kauczinski. Und so blieb es tatsächlich nicht der einzige Neuzugang. Mit der zweiten Pressemitteilung verkündete die SGD 16.56 Uhr mit Marco Terrazzino einen weiteren Stürmer als Neuzugang. Der 28-jährige Linksaußen steht noch bis Juni beim Erstligisten SC Freiburg unter Vertrag, kam in der Hinrunde aber lediglich zweimal im Regionalliga-Team zum Einsatz.  Er wird ebenfalls bis Saisonende ausgeliehen.

Der in Mannheim geborene Offensivspieler mit italienischer Staatsbürgerschaft stand schon einmal bei den Dresdnern auf dem Wunschzettel. Der damalige Chefcoach Matthias Maucksch hätte ihn vor der Saison 2010/11 gern aus Hoffenheim zu Dynamo geholt, der Transfer kam jedoch nicht zustande. Stattdessen wechselte Terrazzino damals zum Karlsruher SC, für den er ebenso in der 2. Bundesliga (unter anderem unter Trainer Markus Kauczinski) spielte wie anschließend beim VfL Bochum. Außerdem kam er für Hoffenheim und den SC Freiburg insgesamt 73-mal in der ersten Liga zum Einsatz.

Auf diese Erfahrungen setzt nun Dynamo. Er werde sie "jetzt bei uns in dieser herausfordernden sportlichen Situation einbringen", erklärte Sportgeschäftsführer Ralf Minge. Die Erwartungen an den Neuzugang formuliert er so: "Marco soll mit seiner Spielintelligenz in erster Linie unsere Offensive bereichern aber auch dabei mithelfen, dass wir insgesamt eine bessere Balance in unserem Spiel zwischen Offensive und Defensive finden.“

Über Schmidt meint Minge, er bringe „jede Menge Leidenschaft und Wucht mit, was unser Angriffsspiel im Kampf um den Klassenerhalt insgesamt flexibler und gefährlicher machen soll".  

Beide reizt die Herausforderung

Den ersten Kontakt zu ihren neuen Teamkollegen bekommen die Neuzugänge am Samstag ab 9 Uhr, wenn sie erstmals unter Cheftrainer Markus Kauczinski trainieren. Beide freuen sich auf ihren neuen Verein und sind sich offenbar der Herausforderung bewusst, mit Dynamo im Kampf um den Klassenerhalt bestehen zu müssen.

„Geile Fans, geile Stimmung, geiles Stadion – einfach ein geiler Verein", erklärte Schmidt. "Für mich ist das hier eine großartige Chance, die ich unbedingt nutzen möchte. Ich bin hierhergekommen, weil ich absolut davon überzeugt bin, dass uns die Aufholjagd gelingen wird und wir den Klassenerhalt am Ende der Saison gemeinsam feiern werden.“

Terrazzino formuliert es ähnlich: „Bei mir zu Hause hängt die Zweitliga-Tabelle auch nicht falsch herum an der Wand. Ich weiß genau, worauf ich mich hier einlasse und bin bereit für diese Aufgabe. Wir müssen und werden in der Restrückrunde alle zusammen hart arbeiten, damit wir uns aus dem Tabellenkeller der Liga befreien", wird er in der Pressemitteilung des Vereins zitiert. Und weiter: "Wir haben insgesamt 16 Endspiele in der 2. Bundesliga vor uns und ich will auf dem Platz entscheidend dabei mithelfen, dass uns gemeinsam die Aufholjagd im Kampf um den Klassenerhalt am Ende der Saison gelingt.“

Patrick Schmidt wurde im Nachwuchs unter anderem beim VfB Stuttgart ausgebildet und absolvierte mehrere Junioren-Länderspiele. Der 1,86 Meter große Mittelstürmer war in der zweiten Mannschaft des FC Schalke 04, beim 1. FC Saarbrücken sowie beim FC 08 Homburg aktiv und steht seit Sommer 2018 in Heidenheim unter Vertrag. Vorige Saison erzielte er in 20 Spielen in der zweiten Liga ein Tor, in dieser Spielzeit kam er nur viermal zum Einsatz, stand lediglich einmal in der Startelf und gehörte zuletzt bei Trainer Frank Schmidt nicht mehr zum Spieltagsaufgebot.

Marco Terrazzino begann er bereits als Vierjähriger beim VfL Neckarau mit dem Fußball, wurde später in der Jugend von 1899 Hoffenheim ausgebildet. Mit dem Verein erreichte er das Finale um die deutsche U17-Jugendmeisterschaft, in dem Terrazzino zwei Tore beim 6:4-Sieg über Borussia Dortmund beisteuerte. Auch er war Junioren-Nationalspieler. Seine Einsatzstatistik als Profi: 73 Spiele und vier Tore in der ersten sowie 96 Partien und 13 Tore in der zweiten Liga. Terrazzino ist als Vorlagengeber und Standard-Spezialist bekannt. In dieser Saison kam er jedoch bei Freiburg nicht mehr zum Zuge.

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