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Was hat das Trainingslager für Dynamo gebracht?

Trainer Markus Kauczinski sieht deutliche Fortschritte und lobt die Neuzugänge, aber die Zukunft des angeschlagenen Kapitäns ist offen. Wer übernimmt das Amt?

Markus Kauczinski ist zufrieden mit der Mannschaft, wie sie im Trainingscamp mitgezogen hat.
Markus Kauczinski ist zufrieden mit der Mannschaft, wie sie im Trainingscamp mitgezogen hat. © Foto: Lutz Hentschel

Am Montagabend kurz vor 19 Uhr hebt der Flieger mit der Dynamo-Mannschaft vom Flughafen in Malaga ab. Nach der Landung in Berlin geht es mit dem Bus zurück ins deutlich kühlere Dresden. Acht Tage Trainingslager in Andalusien sind dann vorbei – aber was hat es gebracht?

Viel – wenn man den Trainer fragt, der einen Tag vor der Abreise ein positives Resümee zog. „Im Großen und Ganzen bin ich sehr zufrieden mit dem Einsatz der Spieler. Sie haben wirklich Gas gegeben“, erklärte Markus Kauczinski. „Aber wir sind immer noch auf dem Weg, es ist nicht alles perfekt.“

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Die Fortschritte waren bei den täglichen Einheiten zu erkennen und bei den beiden Testspielen. Dass Dynamo in beiden kein Gegentor kassierte, war sicher kein Zufall. Die Defensive, eine große Schwäche in der Hinrunde, steht nun kompakter. Offensiv sind zumindest Ansätze zu erkennen.

Einen großen Anteil daran haben die Neuzugänge, von denen Kauczinski in seinem Fazit-Gespräch zwei namentlich hervorhob. Gefragt nach einer möglichen Startelf im Punktspiel gegen den Karlsruher SC antwortete er: „Ich habe noch keine im Kopf, aber bei Einzelnen das Gefühl, dass sie auf dem Platz stehen werden. Wenn ich zum Beispiel Josef Husbauer sehe, dann wird an ihm kein Weg vorbeiführen.“

Er sowie Stürmer Patrick Schmidt seien Typen, die vorleben, dass man sich als Mannschaft wehren und dem Gegner auch mal wehtun muss. „Insgesamt habe ich gesehen, dass das in der Mannschaft gewachsen ist.“

Der Glaube an die schwierige Mission Klassenerhalt ist auf jeden Fall nicht kleiner geworden in der vergangenen Woche. „Über die Erfolgserlebnisse im Training und den Testspielen bekommt man das Gefühl, konkurrenzfähig zu sein. Und das sind wir. Jeder erkennt Fortschritte, weil wir das, was wir besprechen, auch in der Praxis umsetzen können.“

Noch vor dem Rückflug will Kauczinski den Mannschaftsrat wählen lassen und aus diesem Kreis dann nach dem finalen Test gegen den VfB Stuttgart am Freitag den Kapitän bestimmen. Die Kriterien dafür hat er schon einmal verraten: „Er sollte ein Vorbild sein an Leistung und Einstellung, eine gewisse Erfahrung mitbringen, Ausstrahlung haben. Er muss vorausgehen, wenn es schwierig wird.“ Bei den beiden Testspielen in Spanien trugen Florian Ballas und Patrick Ebert die Binde am längsten.

Auch zur Zukunft des angeschlagenen Kapitäns Marco Hartmann, der als einziger Profi in Dresden geblieben war, äußerte sich der Trainer. Er sei wichtig im Umfeld und in der Kabine, weil er eine gute Ausstrahlung habe, betonte der 49-Jährige. „Aber wann er wieder auf dem Platz stehen kann, vermag ich nicht abzuschätzen. Wenn er zurückkommt, ist das schön. Wir wissen aber auch, dass wir möglicherweise ohne ihn klarkommen müssen.“

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