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Dynamo-Zentrum kostet Dresden mehr

Dass das neue Trainingszentrum für Dynamo Dresden im Sportpark Ostra teurer wird, war bereits klar. Nun muss auch die Stadt draufzahlen.

Das Dynamo-Trainingszentrum im Sportpark Ostra ist deutlich teurer geworden. Deshalb soll auch die Stadt mehr zahlen.
Das Dynamo-Trainingszentrum im Sportpark Ostra ist deutlich teurer geworden. Deshalb soll auch die Stadt mehr zahlen. © dpa-Zentralbild

Dresden. Trotz  der von Finanzbürgermeister Peter Lames (SPD) verhängten Haushaltssperre wegen der Corona-Krise will dieser selbst mehr Geld ausgeben. Konkret geht es um eine weitere Million Euro für das neue Dynamo-Trainings- und Nachwuchsleistungszentrum. Lames schlägt vor, diese zusätzlich zu gewähren. Das sei dringend erforderlich.

Die Geschichte um den Bau des Dynamo-Zentrums im Ostragehege ist lang und voller Pannen. Zunächst gab es keine Genehmigung, weil es erhebliche Naturschutzbedenken gab, an dem Standort das Zentrum als Gebäude und mehrere Trainingplätze zu errichten. Unter anderem wären die Plätze der dort ansässigen und unter Schutz stehenden Wechselkröte in ihrem natürlichen Weg verstellt.

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Daran und am Hochwasserschutz drohte sogar die Baugenehmigung zu scheitern. Am Ende genehmigte die Stadt den Bau doch. Aber auch während des Baus gab es Verzögerungen und steigende Kosten.  Dynamo Dresden hatte das Zentrum bereits 2016 beantragt.

Mittlerweile hat sich die Investition in das Trainingszentrum von 15,4 auf 19,57 Millionen Euro verteuert. Dafür wurde ein Trainingszentrum für die Profimannschaft und mehrere Nachwuchsmannschaften mit einem Funktions- und Wirtschaftsgebäude, zwei Naturrasenspielfeldern, einem Kunststoffrasen- und einem Multifunktionsspielfeld gebaut. Nur fehlt nun das Geld für die letzten Arbeiten.

Deshalb schlägt Lames dem Stadtrat vor, die Förderung zu erhöhen. Bisher wollte die Stadt vier Millionen Euro dazugeben. Diese hat der Stadtrat auch bewilligt. Nun soll eine weitere Million dazukommen. 

Die 4,17 Millionen Euro Mehrkosten liegen an steigenden Baupreisen, Planungsänderungen und erhöhten Entsorgungskosten. Dazu gibt es auch eine baufachliche Stellungnahme des Sächsischen Immobilien- und Baumanagements (SIB). "In der Gesamtbeurteilung der Mehrkosten kommt der SIB zu dem Ergebnis, dass die beantragten geänderten, entfallenden und zusätzlichen Leistungen und Kosten hinsichtlich Zweckmäßigkeit sowie Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit der Planung und Angemessenheit der veranschlagten Kosten baufachlich zweckmäßig und wirtschaftlich bewertet werden", so Lames. 

Allerdings ist eine Erhöhung der Förderung dennoch nicht einfach so möglich. Wenn unvorhersehbare, unvermeidbare und unverschuldete Mehrkosten anfallen, kann aber ein entsprechender Antrag gestellt werden. "Es besteht keine Verpflichtung zur Gewährung einer nachträglichen Förderung", erläutert Lames.

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Die Mehrkosten seien aber zwingend notwendig, um das Bauvorhaben fertigstellen und das Trainingszentrum in einen "bestimmungsgemäßen Zustand" versetzen zu können. Dafür benötigt Dynamo Dresden neben eigenem Geld auch welches von der Sächsischen Aufbaubank und der Stadt Dresden. Deshalb will Lames die weitere Million Euro gewähren. Darüber soll der Stadtrat im September entscheiden.

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