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Ebersbacher Friedhofsmauer droht einzustürzen

Ein Neuaufbau der Mauer wird unumgänglich sein. Diese Geldausgabe hat die Kirche bisher nicht eingeplant.

Von Steffen Gerhardt

Beim Prüfen der Standfestigkeit der Grabsteine wurde Anfang Mai auf dem Ebersbacher Friedhof ein viel größerer Wackelkandidat festgestellt: die Friedhofsmauer. „Betroffen davon ist ein Teilstück neben dem Komposthaufen“, erklärt Pfarrer Hans-Albrecht Lichterfeld. Hier hat sich die aus Ziegelsteinen gemauerte Friedhofsbegrenzung bedrohlich nach außen geneigt. Pfarrer Lichterfeld vermutet, dass der Hang, auf dem die Mauer steht, nachgegeben hat.

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„Wir wissen nicht, wie lange sie noch hält, oder ob sie sich weiter neigt“, sagt Hans-Albrecht Lichterfeld zum Zustand der Mauer. Ein Bauzaun sperrt den gefährdeten Bereich bereits ab. Die Gräber sind durch die schiefe Mauer nicht gefährdet, sagt der Pfarrer. Dennoch sollen die Besitzer der Grabstellen entlang der Mauer verständigt werden, da teilweise Namenstafeln an der Mauer befestigt sind.

Die Kirchgemeinde ist jetzt dabei, sich Angebote einzuholen. Danach kann der Pfarrer sagen, was das Ganze kosten wird. Jedenfalls sind die Ausgaben so nicht vorgesehen. Nach der Sanierung der eigenen Kita und ihrem Spielplatz muss die Kirchgemeinde erst einmal wieder sparen. Denn die Friedhofsgebühren reichen für so eine große Investition nicht aus. Bei nur 20 bis 25 Beerdigungen im Jahr sind die Einnahmen für den Ebersbacher Friedhof auch nicht sehr groß.

„Was wir einnehmen, geben wir für das Instandhalten des Friedhofes wieder aus“, sagt der Pfarrer vor den Gemeinderäten. Sie waren bei einem Vor-Ort-Besuch vor ihrer jüngsten Sitzung mit der einstürzenden Mauer konfrontiert worden. Aber auch mit einem anderen Problem: Bei starkem Regen wird der an einem Hang liegende Friedhof überspült und das Oberflächenwasser sucht sich selbst seinen Weg hangabwärts. Pfarrer Lichterfeld sieht hier gleichfalls Handlungsbedarf, damit das Regenwasser die Wege nicht weiter zerstört. Der Vorschlag ist, mit Querfugen das Wasser zu bremsen und abzuleiten.

Bürgermeister Bernd Kalkbrenner will jetzt abwarten, bis der Kirche die ersten Angebote für die Mauer vorliegen. „Dann werden wir entscheiden müssen, welcher bauliche Aufwand notwendig ist und wie er bezahlt wird.“ Eine erste Aufgabe für den neuen Gemeinderat. Bis dahin möge die Mauer noch halten. Das ist der Wunsch.