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Eddie will es noch mal wissen

Skisprung-Ikone „Eddie the Eagle“ wird heute 50 Jahre alt und plant sein Comeback.

© picture-alliance / dpa/dpaweb

Vielleicht lag es an der daumendicken Brille, die „Eddie the Eagle“ vor jedem Sprung putzte. Vielleicht auch an seinem runden Gesicht, den vielen Stürzen oder dem ewigen Grinsen. Ganz sicher aber verdankt der wohl schlechteste Skispringer der Geschichte seine bis heute enorme Popularität seinem grenzenlosen Mut. „Es gab immer das Risiko, dass der nächste Sprung mein letzter sein könnte. Ein großes Risiko sogar“, sagt der Brite, der pünktlich zu seinem heutigen 50. Geburtstag seine Comeback-Pläne öffentlich machte.

„Ich möchte noch einmal springen, bevor ich zu alt bin. Ich bin noch fit und gut in Form“, sagt Eddie. Sein Traum: Als Vorspringer beim Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen starten. Schon kommende Woche fliegt der Brite nach Deutschland, um erstmals wieder von der Schanze zu gehen. „Ich bin nervös und auch ein bisschen aufgeregt.“

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Eddie heißt eigentlich Michael Edwards, aber wer weiß das schon. Seine Geschichte beginnt im Jahr 1986, als der kauzige Mann aus Cheltenham beschließt, Englands erster Skispringer zu werden. Nur zwei Jahre später darf er zu den Olympischen Spielen in Calgary. Dort hüpft Edwards mehr, als dass er springt. In beiden Wettbewerben wird er mit weitem Abstand Letzter, aber die Fans lieben ihn. Schon während der Spiele fliegt er als Stargast der „Tonight Show“ nach Los Angeles. Nach seiner Rückkehr nach England bejubelten ihn Zehntausende.

Edwards wird zum Medienstar. Er eröffnet Einkaufszentren, Golfplätze, Hotels. 1989 stürzt der Spaßvogel in Innsbruck und bricht sich das Schlüsselbein. Vielleicht auch wegen seiner Weitsichtigkeit. Danach versuchte er vergeblich, noch einmal zu Olympia zu kommen.

Heutzutage verdient Edwards sein Geld mal als Stukkateur, mal als Sänger auf Finnisch. Im Januar nimmt er an der englischen Version des Promi-Turmspringens teil – und gewinnt. Das alles ohne Brille, die Sehhilfe braucht er nach einer Operation nicht mehr. (sid)