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Eheglück dank Facebook gerettet

Im Irrgarten Kleinwelka wurde ein Ehering gefunden. Jetzt holte ihn sich der Besitzer glücklich ab. Gemeinsam mit seiner Frau.

Von Kerstin Fiedler

Nein, es hätte keine Ehekrise gegeben, denn dass der Ring weg war, das bemerkte der Verlierer erst einen Tag später. Der Ehemann möchte seinen Namen nicht in der Zeitung lesen, erzählt aber gern, wie er darauf kam, wo er den Ring verloren hat. Gefunden hatte ihn im Irrgarten vor über einer Woche die Leiterin einer polnischen Kindergruppe. Sie gab ihn am Eingang ab.

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Beim gemeinsamen Einkauf mit seiner Frau bemerkte der Mann plötzlich, dass der Ring weg war. Irrgarten-Mitarbeiterin Brunhilt Munzke erzählte er, was dann geschah. „Die beiden haben den ganzen Markt abgesucht und selbst draußen in den Gullys nachgesehen“, sagt Brunhilt Munzke. Doch da war kein Ring. Als er wieder auf Arbeit kam, zeigte er vorsichtshalber den leeren Ringfinger und betonte, dass er sich nicht von seiner Frau getrennt habe. Bevor dumme Gerüchte entstehen, ging er in die Offensive. Daraufhin erinnerte sich eine Kollegin, etwas bei Facebook von einem Ring gelesen zu haben. „Der Mann betonte, dass er eigentlich mit Facebook und Co. gar nichts am Hut habe“, sagt Brunhilt Munzke. Doch dass er dadurch seinen Ring wiederbekommen hat, das beeindruckte ihn schon. Gemeinsam mit seiner Frau holte er ihn sich ab, bedankte sich und brachte noch ein paar Pralinen mit. Er denkt jetzt nicht mehr schlecht über soziale Netzwerke. Ob er deshalb gleich mitmacht, hat er aber nicht gesagt. Den Irrgarten-Mitarbeitern reichte als Beweis dann auch der Ehering der Frau. Das Datum war auf jeden fall identisch. Die Nachricht vom verlorenen Ehering haben auf der Facebook-Seite des Irrgartens fast 44 000 Leute gesehen. Fast 700 Mal wurde die Meldung geteilt – und am Ende hatte die Aktion Erfolg.