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Ehrenamt mit Kappe

Lilly Schneider und Martin Schütze helfen bei den Meißner Narren aus – als Prinzenpaar.

© hübschmann

Von Harald Daßler

Vater, Mutter und Kinder

sind eine wunderbare Kombination. Sie kann viel Spaß machen, aber auch Arbeit und Ärger. Tipps, Tricks und Themen zu allem, was mit Familie und Erziehung zu tun hat, gibts in einer besonderen Themenwelt von sächsische.de.

Was für ein Amt – würdevoll und locker zugleich. Dennoch will es beherrscht sein. Die Wacht über den Harlekinstab oder die Prinzenkappe, die niemals Mütze oder Hut gerufen werden darf, sind nur zwei von vielen Dingen, die ein Prinzenpaar in der Faschingszeit meistern muss. Ansonsten drohen teure Saalrunden. Lilly Schneider und Martin Schütze wollen vor allem zu guter Stimmung beitragen. Als Prinzessin Lilly I. und Prinz Martin II. werden sie bei den Faschingsfeiern des MCV Missnia ein paar Worte sagen und den Tanz eröffnen.

Dafür haben die beiden in den vergangenen Wochen immer mal wieder das Walzertanzen geübt. Martin hat sich einen neuen Anzug zugelegt. An Lillys Prinzessinnenkleid, das sie eigens für diese närrische Saison anschaffte, musste ein wenig nachgearbeitet werden, damit kein Saum beim Tanzen stört. Gern ließen sie sich auf das Angebot ein, als Prinzenpaar für diese, die 48. Saison der Meißner Narren zur Verfügung zu stehen. Das Programm, das die Meißner Karnevalisten für die tollen Tage auf die Beine gestellt haben und bei dem sich alles um den Garten dreht, könne sie nur empfehlen, sagt Lilly Schneider, die als Marketingleiterin bei den Stadtwerken arbeitet und an der Tür ihres Büros zwei kleine Krönchen angebracht hat, um auf ihr närrisches Ehrenamt hinzuweisen. Nach gemeinsamen Proben und gemütlichem Beisammensein danach mit den MCV-Leuten könne sie besten Gewissens die Werbetrommel für die Missnia-Gartenpartys an den bevorstehenden tollen Tagen rühren.

Mit ihrem Prinzen weiß sie sich darin einig. Mit dem 28 Jahre alten Elektroniker, der bei der ATS GmbH in Coswig arbeitet, harmoniert sie bestens – nicht nur, weil er lange Narr bei den Lommatzscher Karnevalisten war. Beide haben auch im nichtnärrischen Alltag allerhand miteinander zu tun – schließlich sind sie seit mehr als zwei Jahren ein Paar. Gerade haben die jungen Leute gemeinsam eine neue Wohnung an der Hafenstraße eingerichtet.

Ihre Begeisterung wollen beide gern auf Publikum ausstrahlen lassen und für Meißen werben. Zum närrischen Saisonauftakt am 11. November ist ihnen das ganz gut gelungen. Mit selbst aufgeschriebenen Reimen sorgten sie für manchen Lacher – erst recht, als sich herausstellte, dass Lilly beim Vorlesen die Seiten ein wenig durcheinander gerieten. Nun freuen sie sich auf die Faschingsfeiern im Rothen Haus, zu denen auch viele ihrer Freunde und Bekannten kommen wollen. Vorsichtshalber haben beide schon mal Urlaub für die tollen Tage genommen. Um zünftig feiern zu können.

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