Merken
PLUS Plus

Ehrenurkunde für traditionsreiche Landfleischerei

75 alte Handwerksbetriebe sind als sächsische „Meisterleistung“ gewürdigt worden. Karl Herzogs Unternehmen gehört dazu.

Von Mario Heinke

Mit einer dampfenden Schweinshaxe, Sauerkraut und Kartoffeln empfängt Karl Herzog den aus Dresden angereisten Staatssekretär Hartmut Fiedler (FDP) vor Kurzem zum Mittagessen im Besprechungsraum seiner Landfleischerei in Spitzkunnersdorf. Der hungrige Staatssekretär lässt sich nicht lange bitten und nutzte den Termin zum Mittagessen. Der Grund des Besuches: Die Landfleischerei Herzog gehört zu 75 ausgewählten Handwerksbetrieben in Sachsen, die vom Wirtschaftsministerium mit einer Ehrenurkunde für ihre lange Tradition geehrt wurden.

Anzeige Klinik Bavaria Kreischa
Perspektiven Schaffen - Teamgeist (Er-) leben
Perspektiven Schaffen - Teamgeist (Er-) leben

Wir sind die KLINIK BAVARIA Kreischa - eine der führenden medizinischen Rehabilitationseinrichtungen in Ostdeutschland.

Das Wirtschaftsministerium stellt die ausgewählten Betriebe in einer Ausstellung und auf einer Internetseite vor, um sie zu würdigen. Unter dem Slogan „Handwerk hat goldenen Boden“ wird am Beispiel der Handwerker gezeigt, wie es den vor über hundert Jahren gegründeten Familienbetrieben, trotz zunehmender Industrialisierung gelingt, weiterhin innovativ und erfolgreich am Markt zu agieren. Die Ausstellung „Meisterleistung“ zeigt mit vielen Bildern, wie sächsische Handwerker mit Erfindergeist und Können, Einsatzbereitschaft und Mut dazu beitragen, dass Sachsen ein starkes, attraktives und innovatives Land bleibt, so die Verlautbarung des Ministeriums. Die Ausstellung ist derzeit im Dresdner Wirtschaftsministerium zu sehen und soll danach durch die sächsischen IHK-Geschäftsstellen wandern.

Das kurze Gespräch mit dem Staatssekretär beim Mittagessen drehte sich vor allem um den gesetzlichen Mindestlohn, der im Januar eingeführt wird und schon jetzt vielen Handwerksbetrieben den Angstschweiß auf die Stirn treibt. Karl Herzog erklärte, er könne die steigenden Lohnkosten nur bedingt auf die Preise umlegen und wisse noch nicht, wie er das Problem löse. Sebastian Herzog regte eine Entlastung der Handwerksbetriebe über die Stromsteuer an. Fiedler erklärte, dass die FDP sich immer gegen einen Mindestlohn gewehrt habe. Er bezeichnete dessen Einführung als „Großexperiment mit offenem Ausgang“. Der Freistaat habe keinerlei Einfluss auf die Regelungen zum Mindestlohn, so Fiedler, dessen Tour durch die Handwerksbetriebe vermutlich zu seinen letzten Aktivitäten als Staatssekretär gehört.

www.meisterleistung-sachsen.de