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Ei-nzigartig!

Unsere Suche nach dem schönsten Osterei ist beendet. Das Siegerexemplar ziert ein ganz besonderes Motiv.

Von Daniela Pfeiffer

Ei, das war eine wahre Freude. Wir hatten uns für unseren SZ-Osterstrauß endlich einmal schöneren Schmuck gewünscht. Und wir konnten die ollen Plaste-Eier tatsächlich wieder in den Schrank verbannen. Denn einige Leser haben uns besucht und ihre selbst gemachten Kreationen mitgebracht. Richtige Kunstwerke waren darunter.

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1.Platz: Das Rathausturm-Ei Denise Proppe zeichnet am liebsten den Görlitzer Rathausturm. Für uns hat sie ihn auf ein sogenanntes Doppel-Ei, das ihre Tante aus Bayern mitbrachte, gemalt.
1.Platz: Das Rathausturm-Ei Denise Proppe zeichnet am liebsten den Görlitzer Rathausturm. Für uns hat sie ihn auf ein sogenanntes Doppel-Ei, das ihre Tante aus Bayern mitbrachte, gemalt.
3.Platz: Das Holz-Ei Schlicht, aber edel sind die Holzeier von Wolfgang Henkel aus Markersdorf. Er hat uns je zwei Eier und zwei Eierbecher gedrechselt. Fotos: Daniela Pfeiffer (3)
3.Platz: Das Holz-Ei Schlicht, aber edel sind die Holzeier von Wolfgang Henkel aus Markersdorf. Er hat uns je zwei Eier und zwei Eierbecher gedrechselt. Fotos: Daniela Pfeiffer (3)
Eine Auswahl der Ostereier, die uns SZ-Leser gebastelt und in die Redaktion gebracht haben. Wie wir es uns gewünscht hatten, ist vom gehäkelten über das gefilzte bis hin zum Stoff-Ei alles dabei. Das dritte und das sechste Ei von links hat uns Edith Nicht
Eine Auswahl der Ostereier, die uns SZ-Leser gebastelt und in die Redaktion gebracht haben. Wie wir es uns gewünscht hatten, ist vom gehäkelten über das gefilzte bis hin zum Stoff-Ei alles dabei. Das dritte und das sechste Ei von links hat uns Edith Nicht

Edith Nicht aus Görlitz hat uns zwei Stoff-Eier gebastelt. Zum ersten Mal hat sie solche vor zwei Jahren im Bastelkurs des Frauenbundes angefertigt. Was einigen Aufwand bedeutete, damals wie jetzt. Denn zuerst muss Edith Nicht für ihre Styropor-Eier den passenden Stoff finden. „Es muss ein schönes, aber kleines Muster sein, sonst wirkt es nicht“, erklärt sie. Fündig wurde sie in einem Laden auf der Berliner Straße, wo sie einfach für wenig Geld eine Tischdecke kaufte und diese zerschnitt. Den Stoff auf das Ei zu bringen, scheint eine sehr fummelige Angelegenheit. Zumal pro Ei vier kleine Stoffbahnen angeklebt und die Schnittstellen mit einer Schleife unsichtbar gemacht werden müssen.

Lange gesessen hat auch Wolfgang Henkel – bei unserer Aktion gewissermaßen der Hahn im Korb. Denn alle Einreicher waren ansonsten Frauen. Wolfgang Henkel hat uns aus Essigbaumholz zwei Ostereier gedrechselt – gleich samt Eierbechern aus Esche. So um die drei Stunden hat er gebraucht für ein Ei. „Ich drechsle schon seit 40 Jahren“, sagt der 63-Jährige.

Mit dem größten Ei hat uns Cindy Rosenthal überrascht. Man könnte wohl auch sagen mit dem modernsten. Oder mit dem witzigsten. Jedenfalls ist es um ein Vielfaches größer als ein normales Osterei. „Es ist aus Pappmaschee“, erklärt die 25-Jährige. Innen ausgestopft mit alten Zeitungen, außen bemalt mit Gelb und Pink. Der Clou an diesem Werk sind aber Gürtel. Echte Gürtel. „Die wurden von einem Modegeschäft, in dem eine Bekannte arbeitet, aussortiert“, sagt Cindy Rosenthal. Weil sie für ihre Arbeit in der Mira-Lobe-Schule alles sammelt, woraus man etwas basteln kann, hat sie natürlich auch die Gürtel genommen. Und so hat das Ei um seinen dicken Bauch einen modischen Ledergürtel bekommen. Längs wurde noch einer aus Stoff geschnürt. Fertig war das Musterei, das Cindy Rosenthal ihren Schülern auch als Vorlage zeigte. Damit die sich dann etwas Ähnliches ausdenken sollten.

Sehr beeindruckt hat uns Denise Proppe. Die 20-Jährige hat in ihrer Heimatstadt Görlitz einen Lieblingsort: den Rathausturm. „Ich bin dort so oft. Habe damals auch beim Historienspiel als Laiendarstellerin mitgewirkt.“ Den Turm hat sie schon mehrmals auf Leinwand gemalt. Nun also eigens für die SZ auf ein Osterei. Und zwar so akkurat, dass jedes kleine Fenster noch zu sehen ist. „Ich habe erst mal mit Bleistift vorgemalt, dann mit Kuli“, sagt die junge Künstlerin. Ausgemalt wurde anschließend mit Acrylfarbe. Auch für die Initialen DP war noch Platz. Denise Proppes Ei hat uns am besten gefallen. Sie ist die Siegerin unserer Aktion und gewinnt zwei Freikarten für das Konzert von Matthias Reim am 24. Mai in der Landskron Brauerei. Cindy Rosenthal haben wir auf den zweiten Platz gewählt, sie darf am 26. Juli mit einem Begleiter zu Annett Louisan. Die Stern Combo Meissen kann am 2. Mai Hobbydrechsler Wolfgang Henkel erleben.

Wir gratulieren allen Gewinnern. Die Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen. Herzlichen Dank allen, die für uns gebastelt haben. Vor allem an den anonymen Gast, der uns eine Tüte mit mehreren wunderschönen Ostereiern an die Tür hing.