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Waldheimer Eichberglauf mal anders

Trotz Corona haben die Organisatoren den Einsatz nicht gescheut. Für die Athleten ist einiges ungewohnt gewesen.

Immer schön mit Abstand: Alle paar Sekunden sind die Läufer einzeln auf die Strecke geschickt worden.
Immer schön mit Abstand: Alle paar Sekunden sind die Läufer einzeln auf die Strecke geschickt worden. ©  Norbert Millauer

Waldheim. Endlich mal wieder ein richtiger Wettkampf. Diese Worte von Gesamtsiegerin Annett Naumann aus Leisnig drücken aus, was sich viele Athleten gewünscht haben. 

Beim 38. Waldheimer Eichberglauf hatten sie Gelegenheit, ihre Kräfte zu messen. Und mit der Zahl von 93 Startern zeigten sich die Organisatoren des SV Aufbau Waldheim um Günter Weichhold  sehr zufrieden.

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Der Eichberglauf bildete den Auftakt zur Mittelsächsischen Lauftour in diesem Jahr. Alle vorher geplanten Läufe waren der Corona-Pandemie zum Opfer gefallen. Folgerichtig war für die Athleten einiges anders, als gewohnt. Das begann bereits bei der Anmeldung. Jeder Läufer musste ein Formular mit persönlichen Daten abgeben, auf dem er zudem bestätigte, dass er in den vergangenen zwei Wochen keine Corona-Symptome hatte. Die Helfer trugen vorsorglich einen Mund-Nase-Schutz. Deutlich sichtbar waren die Hygieneregeln aufgehängt.

Start erfolgt einzeln

Auch beim Start war alles anders. Nicht gemeinsam, wie in den vergangenen Jahren, sondern einzeln gingen die Teilnehmer auf die Strecke. „Um die Abläufe den aktuellen Umständen anpassen zu können, haben wir auf elektronische Zeiterfassung umgestellt. Damit ist es möglich, dass die Läufer einzeln starten können“, sagte Organisationschef Günter Weichhold vom SV Aufbau Waldheim. Im Abstand von einigen Sekunden wurden die Läufer losgeschickt.

Für die Athleten war dies aber alles kein Problem. Sie hielten sich an die Anweisungen der Organisatoren. Zunächst folgte der Start über 14, danach der über fünf Kilometer. Zuletzt gingen die Bambini auf ihre kleine Runde. "Denkt daran, dass es sehr warm ist, überschätzt euch nicht", warnte Weichhold. 

Waldheims Bürgermeister Steffen Ernst (FDP) freute sich über die zahlreichen Teilnehmer. "Wir würden die Läufer normalerweise im Rahmen des Stadtfestes willkommen heißen. Doch das muss bekanntlich ausfallen. Aber ich freue mich, dass der Eichberglauf stattfinden kann. Das ist eine ganz große Nummer in der heutigen Zeit", sagte Ernst. 

Gesamtsieger unter einer Stunde

Trotz der heißen Temperaturen gab es einen Läufer, der über 14 Kilometer unter einer Stunde blieb. Christian Schubert vom TSV 92 Freiberg schaffte die Strecke in 57:50 Minuten. "Ich war zum ersten Mal bei diesem Lauf dabei und habe gestaunt, wie schön die Strecke ist", sagte der Freiberger. Der 29-Jährige hat sich nach einer Fußballverletzung seit fünf Jahren dem Ausdauersport zugewandt. Erst vor einer Woche ist er beim Leipzig-Triathlon gestartet und absolvierte die olympische Distanz in 2:22:25 Stunden. "Erst habe ich mit dem Laufen angefangen, um fit zu bleiben. Jetzt betreibe ich es schon etwas ambitionierter", so Schubert.

Die Leisnigerin Annett Naumann hat den Eichberglauf nicht zum ersten Mal gewonnen. Sie benötigte für die 14 Kilometer 1:11:42 Stunden. "Die Wärme hat mir nichts ausgemacht, ich habe mich wohlgefühlt", sagte Naumann.

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Am Ende waren die Organisatoren glücklich, dass alles nahezu reibungslos ablief. Im April habe man mit den Vorbereitungen begonnen, sagte Mitorganisator Matthias Poch. „Wir alle sind sehr froh, dass uns die langjährigen Sponsoren des Eichberglaufes auch in diesem Jahr, unter diesen extremen Bedingungen, die Treue gehalten haben. Der Eichberglauf wurde unterstützt von Freiberger, Sparkasse Döbeln, Stadtwerke Döbeln, AOK PLUS und Gastroservice Lemke“, so Matthias Poch.

Annett Naumann (RLSG Leisnig) und Christian Schubert (TSV 92 Freiberg) waren die Gesamtsieger über 14 Kilometer.
Annett Naumann (RLSG Leisnig) und Christian Schubert (TSV 92 Freiberg) waren die Gesamtsieger über 14 Kilometer. © Frank Korn
Vor dem Lauf mussten die Athleten ein Formular mit persönlichen Angaben ausfüllen.
Vor dem Lauf mussten die Athleten ein Formular mit persönlichen Angaben ausfüllen. ©  Norbert Millauer
Deutlich sichtbar waren die Hygieneregeln aufgestellt.
Deutlich sichtbar waren die Hygieneregeln aufgestellt. ©  Norbert Millauer

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