SZ +
Merken

Eigengewächs leitet Dresdner Bank in Zittau

Leute. Mit Ramona Krause hat die Dresdner Bank eine neue Leiterin ihrer Zittauer Filiale.

Teilen
Folgen

Von Sebastian Beutler

Die gute Nachricht erhielt ein Zittauer Realschüler schon vor einiger Zeit: Ab August kann er bei der Dresdner Bank in Zittau eine Lehre zum Bankkaufmann beginnen. Für die Bank ist das nach einigen Jahren der Ausbildungsabstinenz wieder ein Neuanfang. Aber ein schöner, findet Ramona Krause. Sie leitet seit 1. Juli ganz offiziell die Zittauer Filiale, nachdem die 30-Jährige bereits zuvor ein halbes Jahr als kommissarische Leiterin die Fäden in Zittau in der Hand hielt. Schon in dieser Zeit habe sie sich sehr für die Ausbildung in ihrer Filiale eingesetzt.

Schließlich hat sie auch auf diesem Wege vor 14 Jahren zur Bank gefunden. Die gebürtige Meißnerin erhielt kurz nach der Wende die Zusage auf eine Lehrstelle bei der Dresdner Bank und begann 1991 mit der Ausbildung. In den Jahren seit ihrem Abschluss durchlief sie verschiedene Stationen. Zuletzt arbeitete sie als Kundenberaterin in Dresden. Nun erhielt sie die Chance, eine eigene Filiale zu leiten. Die Dresdner Bank in Zittau betreut knapp 4 000 Kunden und hat sechs Mitarbeiter, fünf in der Bank und eine von der Allianz-Versicherung. Im Privatkundengeschäft sieht Ramona Krause den Schwerpunkt, und aufmerksam verfolgt auch sie, welche Auswirkungen die Fusion der Kreissparkasse Löbau-Zittau mit der Niederschlesischen Sparkasse in Görlitz im September haben wird.

Immerhin hat ihre Bank bereits im Juni ein neues Kontenmodell eingeführt, um möglicherweise wechselwilligen Kunden auch ein besonderes Angebot zu unterbreiten. „Wir wollen auf jeden Fall den Service ausbauen und in der Beratung unsere Stärken ausspielen“, sagt die Filialleiterin. „Das kann sich ruhig herumsprechen.“

Genauso wie die Schönheit der Gegend, in der sie nun arbeitet. „Landschaftlich ist es hier sehr reizvoll“, sagt sie. „Ich empfehle das allen als schöne Urlaubsgegend.“ Doch von ihrem Wohnort Radebeul kann sich die gestandene Sächsin nicht trennen. „Ich bin eine richtige Wochenendpendlerin“, gibt sie zu.

Wie dem Zittauer Realschüler will sie der Jugend auch künftig Chancen bei der Dresdner Bank einräumen. „Junge Leute mit Abschluss neunte oder elfte Klasse sollen sich ruhig jetzt bei uns um eine Ausbildungsstelle bewerben“, macht sie Mut. „Denn schon im September beginnen die ersten Einstellungstests fürs kommende Jahr.“ Und eine Ausbildungsstelle in der Region sollte auch wieder dabei sein.