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Eigenheime statt Schweinestall

Die Stadt will die Brache in Sörmitz jetzt verkaufen. Viel bekommt sie nicht dafür.

ahrzehntelang ist das ehemalige Stallgelände in Sörmitz ungenutzt. Jetzt sollen hier Eigenheime entstehen.
ahrzehntelang ist das ehemalige Stallgelände in Sörmitz ungenutzt. Jetzt sollen hier Eigenheime entstehen. © Dietmar Thomas

Annähernd drei Jahrzehnte war das ehemalige Stallgelände in zweiter Reihe an der Zschackwitzer Straße heruntergekommen. Jetzt sollen dort am Feldrand Häuser gebaut werden. Die Stadt hat einen Bebauungsplan für die Brache in Arbeit. Nach der Sommerpause, im September oder Oktober, soll er vom Stadtrat genehmigt werden, sagte Stadtsprecher Thomas Mettcher.

Beim Verkauf des Geländes ist die Stadt schon weiter. Der Stadtrat hat zugestimmt, es an zwei Kaufinteressierte zu veräußern. Einem gehört schon ein Nachbargrundstück. Er erwirbt zwei Teilflächen mit reichlich 900 Quadratmetern, um darauf ein Eigenheim zu bauen. Der andere nimmt reichlich 5.100 Quadratmeter für den Bau eines Hauses und perspektivisch den Bau eines zweiten Eigenheims. Die Stadt verkauft das Grundstück, wie es liegt, und muss dafür erhebliche Abschläge beim Preis hinnehmen. Die Stallanlagen mit ihren Eternit-Dächern und -zwischenwänden müssen vom neuen Eigentümer abgerissen werden. Im Bereich der Güllegruben gibt es Altlasten in Form von nitratbelastetem Erdreich. 

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Der Verkauf der Flurstücke sei schwierig, weil es auf dem Gelände auch noch Fremdeigentum in Form von Garagen, Wege- und Leitungsrechte gebe, sagte Jürgen Aurich, zuständig für die Liegenschaften. Die Stadt will sich nicht als Erschließungsträger betätigen. „Das wäre nur bei Preisen von mehr als 100 Euro pro Quadratmeter kostendeckend“, so Aurich. Für die unerschlossenen Flächen erhält die Stadt insgesamt rund 79.000 Euro.

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