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Eigentlich schon 30 Jahre

Löbau. Wenn ein Verein auf eine so lange Tradition zurückblicken kann, dann gibt es immer viel zu erzählen. Beim Löbauer Schachverein, der am Wochenende sein zehnjähriges Bestehen als e. V. feierte, ist dies genauso.

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Löbau. Wenn ein Verein auf eine so lange Tradition zurückblicken kann, dann gibt es immer viel zu erzählen. Beim Löbauer Schachverein, der am Wochenende sein zehnjähriges Bestehen als e. V. feierte, ist dies genauso. Hier liegen die Wurzeln schon 30 Jahre zurück. Berichten kann man von beachtlichen Erfolgen der Spieler und der Mannschaften, von Meistertiteln und der Mädchenmannschaft, die 1985 sogar die DDR-Meisterschaft gewann.
Leider gibt es heute keine Mädchenmannschaft in Löbau mehr, denn unter den 38 Spielern sind nur noch drei Frauen. Aber, so der Vereinsvorsitzende Peter Lange, Schach bleibt zeitgemäß. Da der Verein bei vielen Gelegenheiten präsent ist, kommen auch immer wieder neue Spieler dazu. Schach gespielt wird vom Kindesalter bis hin zu den alten Hasen, die inzwischen um die 60 sind. Viele von ihnen haben vor vielen Jahren durch Zufall mit dem Schachspiel begonnen und wurden gefördert. Gerade auf die Kinder und Jugendarbeit wurde und wird großer Wert gelegt. Annegret Wendler, eine der "tragenden Säulen" im Verein, ist seit vielen Jahren für die jungen Spieler zuständig. Sie leitet auch die AG Schach am Löbauer Geschwister-Scholl-Gymnasium. Gern würde man an mehreren Schulen eine AG Schach anbieten, aber den guten Spielern fehlt einfach dafür die Zeit.
Eigentlich ist die Sharoun-Villa der Sitz des Vereins, aber bis sie fertig renoviert ist, wird in der Nordschule gespielt. Das Spiellokal ist zurzeit der Pub an der Johanniskirche. Und dort, so sagt Peter Lange, sehen immer wieder viele der Gäste den Spielern interessiert über die Schulter, sogar ein neuer Spieler fand so zum Verein.
"In den letzten Jahren war es wichtig", so Peter Lange, "den Verein in einer ökonomisch schwierigen Zeit am Leben zu erhalten und zeitweise sogar eine führende Rolle im Kreismaßstab zu spielen." Schon zum 19. Mal wird es in der letzten Augustwoche das "Löbau-open" geben, zu dem inzwischen Spieler aus ganz Deutschland anreisen. Internationale Kontakte werden gepflegt, die Löbauer Spieler nahmen sogar an Turnieren in Ungarn und Spanien teil. Zum Urgestein des Löbauer Schachvereines gehört der Gründungsvorsitzende Siegmar Ehren, der für seine geleistete Arbeit anlässlich des Jubiläums, vom Präsidenten des Sächsischen Schachverbundes Siegfried Müller, mit der Ehrennadel in Gold ausgezeichnet wurde. (bn)

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