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Eiliger Einkauf

Eile beim Einkauf kann ganz schön blöde Auswirkungen haben. Diese Erfahrung machte in dieser Woche ein junger Mann, der von seiner Freundin direkt vor der Arbeit noch mal fix in den Supermarkt geschickt wurde.

Eile beim Einkauf kann ganz schön blöde Auswirkungen haben. Diese Erfahrung machte in dieser Woche ein junger Mann, der von seiner Freundin direkt vor der Arbeit noch mal fix in den Supermarkt geschickt wurde. Als er in purer Unkenntnis über deren Standort an Senf und Steaksoße vorbeigerannt war und deshalb noch mal den halben Markt durchqueren musste, geriet er in Zeitnot. In der Hektik steckte der eilige Einkäufer dann beim Flaschenwegbringen den Pfand-Coupon vom Automaten in die Hosentasche statt ins Portemonnaie. An der Kasse musste er das verfluchte Papierschnipsel eine gefühlte halbe Ewigkeit suchen. Zu allem Überfluss ging nach dem Bezahlen beim Einpacken des Einkaufs in eine große Tragetasche auch noch eine Bierflasche zu Bruch.

Die Splitter verteilten sich zwischen Grillanzünder, Kartoffelsalat und Bratwürsten. Daran rann der kühle Gerstensaft bis auf den Boden der Tasche, von wo er sich durch ein kleines Loch in der Seite dezent auf den Fußboden der Kaufhalle ergoss. Ein durch den vertrauten Geruch aufmerksam gewordener Passant sprach den Unglücksraben mit einem Augenzwinkern darauf an, dass er die Tasche in deren Zustand besser nicht ins Auto verladen sollte. Denn geriete man so in eine Verkehrskontrolle, würde die Polizei wohl gleich einen Alkoholtest machen. Dem jungen Mann war das relativ egal. Er wartete kurz, bis das Rinnsal zum Erliegen kam, und verlud den aromatischen Aufguss in den Kofferraum, um ihn nach Hause zu bringen und dann endlich auf Arbeit weiterzudüsen. Nun ja, ein, zwei Tage lang hätte im Fahrzeuginneren wohl jeder Alkomat auch ohne Pusten verrücktgespielt, aber das hat sich dank Fahrtwind und elektrischen Fensterhebern mittlerweile erledigt, weiß Ihr Landstreicher

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