SZ +
Merken

Ein 22-Jähriger (noch) ohne Kanzlerambitionen

Nein, er will nicht Bundeskanzler werden. Doch sein Vorbild ist Kanzler Gerhard Schröder schon. Aber nur im Werdegang: kaufmännische Ausbildung und dann in die Politik einsteigen. Vielleicht eine Landtagskandidatur?...

Teilen
Folgen

Nein, er will nicht Bundeskanzler werden. Doch sein Vorbild ist Kanzler Gerhard Schröder schon. Aber nur im Werdegang: kaufmännische Ausbildung und dann in die Politik einsteigen. Vielleicht eine Landtagskandidatur? Er ist gerade einmal 22 Jahre jung: Thomas Zapf, der neue Lausitz-Chef der Jungsozialisten (Juso).
Seine Biografie klingt wie jede andere in unserer Region: Geboren in Hoyerswerda, in die "Juri Gagarin Oberschule" gegangen, später ein Berufsvorbereitungsjahr im Industriegelände absolviert, Probleme bei der Lehrstellensuche. Dann 1997 einen Ausbildungsplatz zum Verkäufer im Einzelhandel erwischt. In diesem Jahr, so hofft er, wird er seine Lehre erfolgreich beenden. Nichts Weltbewegendes. Thomas Zapfs Biografie kann aber auch so klingen: Seit seinem 16. Lebensjahr politisch interessiert und aktiv. 1998 in die SPD eingetreten, im selben Zug auch Mitglied der Jusos geworden. Im Sommer 1999 Kandidat für den Hoyerswerdaer Stadtrat. Immerhin auf Listenplatz 2 in der Altstadt. Das Debakel der "großen" SPD verwehrte ihm jedoch den Einzug ins Stadtparlament. Als Wunschkandidat trat Zapf vor drei Wochen zur Wahl des Unterbezirkes der Jusos-Lausitz an und wurde prompt gewählt.
"Wie es weiter geht", grübelt Thomas Zapf. "Na jedenfalls will ich nicht Kanzler werden." Er denkt in kleinen Schritten. Nicht wie sein großes Vorbild Schröder. Der rüttelte in diesem Alter an den Zaun des Kanzleramtes und schrie: "Ich will hier rein!" Nein, Thomas Zapf könnte sich eher eine Kandidatur für den Landesvorstand der Jusos vorstellen. "Auch ein Landtagsmandat zu erringen, wäre reizvoll." Bis dahin habe er aber noch Zeit, versichert er. Nun will er die Jusos in Hoyerswerda in Schwung bringen. "Wir haben im Unterbezirk Lausitz nur 15 offizielle Mitglieder, das muss mehr werden."
Erste Aktivitäten der Lausitzer Jusos - dazu zählen neben Hoyerswerda unter anderem auch Bischofswerda, Bautzen, Kamenz, Lohsa, Wittichenau und Bernsdorf - sind geplant. "Jetzt wollen wir gegen die geplante Sparkassenfusion mobil machen!" Auch Aktionstage der Jusos stehen an, in Gymnasien und Berufsschulen. (JU)
Nähere Informationen unter: 03 571 / 40 53 21.

Sie möchten wissen, wie es weitergeht?
Monatsabo abschließen & flexibel bleiben
30 Tage für 1,99€
danach 9,90€/Monat
  • 30 Tage für 1,99€ lesen
  • Flexibel kündbar
  • Alle News aus Ihrer Region, Sachsen und der Welt
Unsere Empfehlung
Jahresabo abschließen & dauerhaft sparen
30 Tage für 1,99€
danach 7,90€/Monat
  • 30 Tage für 1,99€ lesen
  • Danach monatlich 20% sparen
  • Alle News aus Ihrer Region, Sachsen und der Welt
Sind Sie Student/in? Hier Vorteil sichern!