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Ein atomares Wahlgeschenk

Statt Kulis und Kondome bietet uns die AfD billigen Strom  - ein satirischer Wochenrückblick von SZ-Redakteur Gunnar Saft.

© dpa/SZ

Diese Woche wurde ich daran erinnert, dass bald Landtagswahl ist. Ich kam darauf, weil plötzlich alle Medien meldeten, dass in der Lausitz künftig ein Atomkraftwerk gebaut wird – oder auch nicht. Je nachdem, wen wir wählen. Am gleichen Tag fand ich einen Flyer im Briefkasten: Darin versprach mir die AfD für meine Stimme eine strahlende Zukunft. Zufälle gibt es. 

Wobei, ein Atomkraftwerk hat schon was, wenn ich mir ansehe, was andere Parteien für ein Wählerkreuz bieten: Die Grüne locken mit Blumensamen, damit wir weniger Kuhfleisch essen und mit dem gesparten Geld pünktlich immer neue Ökosteuern zahlen. Die Linke verteilt Kondome, damit auch der politischen Konkurrenz die Wähler ausgehen. Und die CDU verschenkt Frisbee-Scheiben. Offenbar, damit sich die Sachsen endlich mal bewegen. Aber wer will das schon? Besser, wenn alles so bleibt, wie es ist und unsere Stromrechnung sinkt, weil in der Lausitz die Brennstäbe glühen.

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Ein Atomkraftwerk, das hat die AfD natürlich bei ihrem Vorschlag auch bedacht, wäre zudem schön wegen Putin. Der soll ja bald wieder einmal nach Sachsen kommen und fühlt sich dann hier sicher gleich wie zu Hause – nur, dass unser neuer atomarer Elektro-Ofen hoffentlich nicht so störanfällig ist wie einige russische Originale. Im Notfall kann aber immer noch der Wind helfen. Dann zieht eben alles nach Polen.

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