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Ein Aufwand, der sich lohnt

über den internationalen Auftritt des Dresdner SC

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© Robert Michael

Michaela Widder

Bessere Werbung für Volleyball konnte der Dresdner SC nicht machen. Die Halle war voll. Die Stimmung prächtig. Der Gegner gigantisch. Die eigene Mannschaft überragend. Was der Verein auf internationalem Parkett in dieser Saison gezeigt hat, verdient großen Respekt.

Als Vorrunden-Dritter in der Champions League qualifizierten sich die Mädels für den zweitklassigen CEV-Cup. Schon der Einzug ins Halbfinale galt als größter Erfolg in der Vereinsgeschichte, der Sieg danach in Jekaterinburg sogar als Sensation. Und erst recht der Auftritt in der Margon-Arena gegen eine europäische Spitzenmannschaft zeigt: Die Dresdnerinnen können sich mit einem Top-Team wie dem russischen Seriensieger messen. Und unterm Strich zählt auch der Lerneffekt, der in der Meisterschaft hoffentlich noch von Nutzen ist.

Die Bundesliga ist das täglich Brot, die europäische Königsklasse aber der Kaviar. Und das kostet. Rund 120 000 Euro muss der Verein allein aufbringen, um die Spielerei über die Landesgrenzen hinaus zu finanzieren. Weil sich die weiten und damit auch teuren Reisen nach Omsk, Baku, Juschni oder Jekaterinburg nicht im Vorfeld der Saison kalkulieren lassen, klafft nun auch beim DSC eine größere Lücke im Etat. Das ist der Preis, wenn sich eine Mannschaft weiterentwickeln will, sich auch international einen Namen machen möchte. Die Spielerinnen haben ihren Anteil geleistet. Bleibt zu hoffen, dass auch die Förderer und Sponsoren des DSC diesen Weg mitgehen.