merken
PLUS

Ein Banteng kommt – ein Orang-Utan geht

Vor wenigen Tagen war es endlich soweit. Banteng-Mutter Cora hat ein weibliches Jungtier geboren. Noch hat die Kleine keinen Namen, stakst dafür aber schon recht selbstbewusst durch das Gehege. Das Junge ist sehr zart gebaut und wirkt dadurch eher wie eine Antilope als ein Wildrind.

Von Annelie Krause

Vor wenigen Tagen war es endlich soweit. Banteng-Mutter Cora hat ein weibliches Jungtier geboren.

Anzeige
Nicht verpassen: Die Viterma Hausmesse für Ihr neues Wohlfühlbad
Nicht verpassen: Die Viterma Hausmesse für Ihr neues Wohlfühlbad

Vom 24. - 25. September, von jeweils 9 - 17 Uhr, findet die Viterma- Hausmesse statt. Neben der Veranstaltung vor Ort können sich Interessierte auch online zuschalten.

Noch hat die Kleine keinen Namen, stakst dafür aber schon recht selbstbewusst durch das Gehege. Das Junge ist sehr zart gebaut und wirkt dadurch eher wie eine Antilope als ein Wildrind. Das goldbraune Fell ähnelt schon sehr dem der Mutter.

Durch das Neugeborene hat der Zoo mit fünf Banteng-Wildrindern eine beachtliche Zahl erreicht. Das ist besonders wichtig, da die vor allem auf Borneo und Java heimischen Tiere vom Aussterben bedroht sind. Ein Männchen ist nicht mehr in der Gruppe anzutreffen, schließlich musste Jungbulle Ivo den Dresdner Zoo am 20. Mai verlassen und nach Wroclaw gehen. Er ist auch der Vater des Jungtieres, das im Mai geboren wurde. Möglicherweise ist noch ein drittes Banteng-Kind im Anmarsch.

Während es im Banteng-Gehege immer enger wird, haben die Orang-Utans seit Mittwoch wieder etwas mehr Platz. Das sechs Jahre alte Weibchen Djamuna ist in den Zoo nach Dortmund umgezogen. Eva Zimmermann, Veterinärin am Dresdner Zoo, sagt, dass es auch langsam Zeit dafür wurde, denn Orang-Utan-Kinder könnten nicht ewig bei ihrer Mutter bleiben. Schließlich ist eine Haltung in Gruppen von der Natur nicht vorgesehen. Mit sechs Jahren wurde nun Djamuna von ihrer Tante und von Mutter Djudi nicht mehr als Kind angesehen und war dem Druck der erwachsenen Weibchen nicht mehr gewachsen. Eva Zimmermann sagt, das Tier hätte sich in Dresden kaum weiter entwickeln können. Dass sich die sonst so schüchterne Djamuna in Düsseldorf so selbstbewusst gab, ist deswegen für den Dresdner Zoo umso erfreulicher.

Bis Ende des Jahres bietet eine Borneo-Ausstellung in Kooperation mit dem WWF großflächige Bilder und Texte über das Leben der Orang-Utans. Die Schau „Waldmenschen“ vermittelt dem Besucher durch bedruckte Säulen den Eindruck, als liefe er durch einen Tropenwald. Die Ausstellung ist zeitgleich in 14 deutschen Zoos zu sehen und ist Teil der WWF-Kampagne zur Rettung der Regenwälder Borneos.