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Ein Baum der Optimisten für die Jüngsten

57 Kinder erblickten im Vorjahr in Pulsnitz das Licht der Welt.

Von Reiner Hanke

Baby-Empfänge gehören zu den besonders schönen Aufgaben der Bürgermeister. Und auch die stolzen Eltern kommen gern mit ihrem Nachwuchs zu den geselligen Runden. Die führen in Pulsnitz regelmäßig zum Pfefferkuchenspielplatz auf dem Gelände der früheren Segeltuchfabrik. Das soll sich zu einer grünen Oase entwickeln. Mit jedem Babyempfang kommt ein neues Bäumchen hinzu. Ein Spitzahorn wurde gepflanzt, der im Volksmund als Baum der Optimisten und der guten Laune steht. Bürgermeister Peter Graff: „Wie immer haben wir auch eine Tafel mit einer Inschrift aufgestellt.“ Diesmal gab die Stadt den Eltern und Kinder einen Ausspruch von Pestalozzi mit auf den Weg, siehe Kasten. Die Kinder konnten unterdessen schon gucken, wo sie demnächst auf dem Spielplatz toben können. 26 Mädchen und Jungen erblickten in der zweiten Jahreshälfte 2013 in Pulsnitz das Licht der Welt. Sie wurden bei diesem Empfang willkommen in Pulsnitz geheißen. Bei Kaffee und Kuchen im Sportlerheim gab es dann auch noch ein kleines Präsent, eine CD mit Kinderliedern für einen süßen Schlummer und ein Pfefferkuchenmännchen mit dem Namen des Kindes und dem Geburtsdatum. 57 Kinder kamen 2013 insgesamt in Pulsnitz zur Welt, etwas weniger als 2012 mit 63.

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Erstmals war beim Pulsnitzer Babyempfang Antje Porsche vom Jugendamt des Landratsamtes zu Gast. Sie ist bei solchen Anlässen in der Region für das Projekt „Frühe Hilfe“ im Landkreis auf Achse. Das ist noch relativ neu. In Pulsnitz stellte Antje Porsche die „Frühe Hilfe“ vor. Vier Sozialpädagoginnen unterbreiten dabei landkreisweit allen werdenden Eltern sowie Müttern und Vätern mit Kindern unter drei Jahren ein Angebot zur Beratung. Die Hälfte der Personalkosten fördert der Freistaat.

Willkommensbesuche bei den Eltern sind dabei die Hauptaufgabe, um sie nach der Geburt des Nachwuchses in der neuen Lebenssituation ein bisschen an der Hand zu nehmen. Die Familie habe aber auch jederzeit die Möglichkeit, den Hausbesuch abzulehnen. Wer die Beraterin einlädt, erhält je nach Lebenssituation Tipps über notwendige Behördengänge, Hilfestellung beim Ausfüllen von Anträgen oder bei Bedarf eine Vermittlung an weiterführende Angebote. Als kleines Willkommensgeschenk wird beim Besuch der Eltern-Ordner der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung übergeben. Er enthält u. a. Informationen zu den Früherkennungsuntersuchungen zur kindlichen Entwicklung sowie zur Vorbeugung von vermeidbaren Erkrankungen. Einigen Pulsnitzer Eltern war die Sozialpädagogin beim Babyempfang schon bekannt. Und bei einigen anderen wird sie vielleicht bald zum Gespräch vorbeischauen.