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Ein beeindruckender Schul-Neubau

Beim Besuch der neuen Klipphausener Oberschule wird ganz schnell klar: In dieser Umgebung würde jeder gern lernen.

Eltern und Lehrer besichtigen das neue Gebäude ihrer im Bau befindlichen Oberschule in Klipphausen. Beim Betreten gelangt man direkt in einen Lichthof.
Eltern und Lehrer besichtigen das neue Gebäude ihrer im Bau befindlichen Oberschule in Klipphausen. Beim Betreten gelangt man direkt in einen Lichthof. © Claudia Hübschmann

Klipphausen. Besichtigungstermin des Baufortschrittes. Voller Spannung warten Eltern und Lehrer auf dem Vorplatz der sich noch im Bau befindlichen Evangelischen Oberschule am Rande Ullendorfs. An der Taubenheimer Straße, wo einst noch Felder waren, stehen jetzt das dreigeschossige Schulgebäude und die Sporthalle.

Architekt Christoph Clauß vom Architekturbüro Hauswald in Meißen führt die Interessierten über den späteren Haupteingang hinein, direkt in die große zentrale Halle – den Lichthof. Ein großer Treppenaufgang führt in die beiden Obergeschosse. Der Blick richtet sich automatisch Richtung Decke, wo sich einige Fenster ausschließlich in Richtung Norden befinden, in massive Stahlbetonträger eingelassen. Hell und großzügig gestaltet, kann man sich vorstellen, wie sich Schüler und Lehrer in der Cafeteria, die an den Lichthof grenzt, eine Kleinigkeit kaufen und im Lichthof gemütlich sitzen und schwatzen.

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Der Architekt zeigt die ersten Räume. Die Wände sind eingezogen, sodass man eine gute Vorstellung bekommt. Beim etwa 30 Quadratmeter großen, sogenannten Lehrerbegegnungsraum erklärt Schulleiterin Daniela Vogt: „Hier können sich die Lehrer treffen. Aber es wird hier nicht über die Schule geredet. Einfach nur reden und den Ausblick genießen.“ Dabei sieht sie aus dem Fenster und ist begeistert von der freien Sicht auf die grüne Landschaft.

Dann entdecken die Besucher einen kleinen dunklen Raum, ohne Fenster. Die Eltern rätseln, wofür der sein könnte. „Der ist für die bösen Kinder“, scherzt Mandy Fechter vom Förderverein und löst damit bei allen schallendes Lachen aus. Ihre Tochter geht derzeit in die 7. Klasse, ist also von Beginn an dabei. Ines Lindemann, ebenfalls Fördervereinsmitglied, erzählt begeistert: „Wir wohnen in Scharfenberg und konnten beobachten, wie die Schule langsam wächst.“ Ihre Tochter lernt derzeit in der 6. Klasse, ihr Sohn hat das Glück, mit dem Wechsel in die 5. Klasse gleich in den Genuss des neuen Schulgebäudes zu kommen.

Im Erdgeschoss befinden sich unter anderen ein Kreativ- und Kunstraum sowie zwei Räume für Werken. Auch eine Schülerküche ist vorhanden. Und natürlich eine Kapelle, denn es ist ja eine evangelische Schule. Alles ist großzügig gestaltet. Die Raumhöhe ist auf etwa drei Meter konzipiert. Rechts neben dem Haupteingang befindet sich die Mensa. Und nicht zu vergessen, die Garderoben, wo auch Schuhe gewechselt werden sollen.

Die normalen Klassenzimmer sind im ersten und zweiten Obergeschoss angeordnet. Neugierig steigen Eltern und Lehrer die Treppe hinauf. An jeder Ecke, das Gebäude ist quadratisch 40 mal 40 Meter groß, befindet sich jeweils der zentrale Raum jeder Jahrgangsstufe. Er ist mit etwa 70 Quadratmeter Fläche ähnlich groß wie die beiden anliegenden Klassenräume. „Wir nennen ihn Marktplatz. Er ist das Jahrgangsnest, ein Begegnungsort, klassenübergreifend“, erklärt Daniela Vogt. Stühle, Bänke, vielleicht auch Sitzsäcke sollen einmal dort drinnen stehen. Ein Raum zum Zusammenkommen, Arbeiten oder auch Andachten halten.

Gemeischaftsprojekt von Gemeinde und freiem Schulträger

Originell und ungewöhnlich sind die großen Fenster in den Klassenräumen zum Flur. Vor ihnen werden Sitznischen – Holzbänke – eingebaut. Die Idee kam von den Lehrern. Damit soll gezeigt werden, „wir sind eine offene Schule“, erklärt Daniela Vogt. Generell konnte die Schule viele Ideen für die Architektur mit einbringen, um ihr Konzept auch im Schulbau zu leben.

Im zweiten Obergeschoss gibt es neben vier Klassenzimmern für die Neunt- und Zehntklässler noch die Fachkabinette Biologie, Chemie und Physik.

Nach einem kurzen Blick auf den Sportplatz, der auch einen Großfeld-Fußballplatz beinhaltet, kommt die letzte Station der Besichtigung, die Zweifeld-Sporthalle. Der Weg führt zuerst auf die kleine Tribüne, wo später noch Bänke und eine Glasbrüstung eingebaut werden. Die auch für den Vereinssport vorgesehene Halle ist 990 Quadratmeter groß und sieben Meter hoch.

Anschließend besichtigen noch die Gemeinderäte die neuen Gebäude der Schule, die sich in freier Trägerschaft des Christlichen Schulvereins Wilsdruffer Land befinden. Auch dank ihnen geht der Bau so gut voran. Denn sie müssen die Vorfinanzierung des Baus durch die Kommune absegnen. Gemeinderätin Brit Reimann-Bernhardt (BFW) lobt die gute Zusammenarbeit zwischen Gemeinde und freiem Träger: „Sie ist einmalig.“

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