merken
PLUS

Hoyerswerda

Ein bisschen Bayern in Wittichenau

An der Oberschule fand gestern eine Einweihung statt, die besonders Fans des FC Bayern begeistern dürfte.

Sie waren die ersten Schüler, die auf den (alten, neuen) Sitzplätzen aus der Allianz-Arena Platz nehmen durften.
Sie waren die ersten Schüler, die auf den (alten, neuen) Sitzplätzen aus der Allianz-Arena Platz nehmen durften. © Foto: Silke Richter

Von Silke Richter

Wittichenau. Für Schüler, Lehrer und Besucher der Oberschule Korla Awgust Kocor war gestern ein ganz besonderer Tag. Statt regulärem Schulunterricht war am Vormittag ein Schulsportfest zu erleben, das in dieser Form zum ersten Mal stattfand. 

Görlitz – Immer eine Reise wert
Görlitz – Immer eine Reise wert

Die Stadt Görlitz wird von vielen als „Perle an der Neiße“ oder „schönste Stadt Deutschlands“ bezeichnet. Warum? Das erfahren Sie hier.

Der Aktionstag, für den sich Schulsozialarbeiter Philipp Schwabe und FSJler Lukas Franz sehr engagierten, hatte natürlich auch einen ganz besonderen Grund. Der versprach zudem ein würdiges und schönes Rahmenprogramm mit viel Spaß und Action. Denn welche Schule oder Einrichtung in der Region kann schon von sich behaupten, Original-Sitzplätze aus der „Allianz-Arena“, der Heimstätte des deutschen Fußball-Rekordmeisters Bayern München, zu haben? Bei der Umgestaltung des vor vierzehn Jahren erbauten Stadions im Norden von München, das über 70 000 Besuchern Platz bietet, mussten graue Sitzmöbel neuem, roten Mobiliar weichen. Viele gemeinnützige Organisationen und Einrichtungen nutzten die Chance auf diese einmalige Gelegenheit. So auch die Oberschule Wittichenau. Den Anschub dafür gaben die beiden Ideengeber und Initiatoren Veronika Wach und Matthias Lesche.

„Ich habe selten so einen überzeugten Bayern-Fan gesehen. Angefangen von Shirts bis hin zu einem Toaster in den Vereinsfarben ihres Lieblingsclubs hat sie fast alles“, meint Lehrerin Daniela Crüger über ihre ehemalige Kollegin Veronika Wach, die sich auch heute noch „ihrer“ Schule verbunden fühlt. Deshalb habe dieses Wunschprojekt auch durchaus den Begriff Herzensangelegenheit verdient. Dem Schulförderverein, der Stadt Wittichenau sowie Sponsoren ist es zu verdanken, dass das Vorhaben finanziell und personell letztlich in die Tat umgesetzt werden konnte. Die Kosten für die Organisation, Anlieferung und den Aufbau der fünfzig grauen Stühle belaufen sich auf einen vierstelligen Betrag. Beim gestrigen Schulsportfest wurde das (alte, neue) Mobiliar eingeweiht und auch sofort in Beschlag genommen.

Und weil das Thema Fußball an diesem Tag im Mittelpunkt stand, zeigte ein Großteil der Schüler ihre Vorlieben für verschiedene Vereine und Clubs auch mit ihren Trikots. Und so dominierten an diesem Vormittag auf den Spielfeldern bei den jungen Fußballern die Farben Rot und Gelb gefolgt von den heimischen Wittichenauer Vereinsfarben Blau und Weiß.

Bevor die sogenannten „Spiele der Giganten“ eingeläutet wurden, hieß es für die Schüler von der fünften bis siebten Klasse, gemeinsam ein paar Quizfragen zu lösen. Ähnlich wie bei der Fernsehsendung „Wer wird Millionär“ übernahm Schulsozialarbeiter Philipp Schwabe die Moderation. Es galt Antworten auf viele knifflige Fragen zu finden. So erfuhren die Schüler, dass die Allianz-Arena die größte Membranhülle der Welt hat, die seit ihrer jüngsten Modernisierung mit LED-Lichtern in allen Farben leuchten kann. Und wie lange könnte ein Oberschüler aus Wittichenau in der bewegten Unterrichtspause Fußball spielen? Laut Berechnung von Quizmaster Philipp Schwabe seien 65 Stunden im Jahr möglich und pro Fußballspiel könne jeder Schüler dabei etwa 145 Kilokalorien verbrennen. Aha! Im Anschluss wetteiferten die Schüler an verschiedenen Stationen. So waren Konzentration, Schnelligkeit und Teamgeist gefragt, beispielsweise beim Fußballspiel, Dosenschießen, Korbballwerfen und Bottle Flip. Bei Letzterem handelt es sich um eine Trendsportart, bei der es gilt, eine mit Wasser gefüllte Plastikflasche so kreisen zu lassen, dass sie eine Drehung um 360 Grad macht, um dann möglichst wieder zurück in der Ausgangsposition zu landen, nämlich auf dem Flaschenboden.

Mehr zum Thema Hoyerswerda