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Ein bisschen Bierzelt

Das Abendland gibt es nach wie vor, auch im Nachbar-Bundesland. Doch etwas fehlt. Leider.

Von Thilo Alexe

MAN muss eine Weile suchen, doch es gibt sie noch, die entspannten und lässigen Nachrichten aus Sachsen. Dynamo verpflichtet einen Offensivspieler, in der kommenden Woche steht das Symposium „Entwicklung von Innovation in der Lausitz“ an, und dann steigt noch die Konferenz „Die SPD regiert. Das Land kommt voran.“ Wer es nicht glaubt, schaue nach Thüringen. Dort hat SPD-Landeschef Andreas Bausewein in einem launigen Interview konstatiert, dass das Abendland seit der rot-rot-grünen Regierungsbildung nicht untergegangen sei. Ist doch was.

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ABENDLAND ist andererseits auch so ein Stichwort, das häufig gebraucht wird, wenn es um Sachsen und Dresden geht. Fast alles, was Landespolitiker derzeit veröffentlichen, hat einen patriotisch-europäischen Bezug. Zu kurz kommen die saftigen Grundsatzdebatten über erdige Landespolitik, knackige Reden über Sozialetats, Investitionspauschalen und Fördermittelmillionen? Dieser Mix – ein bisschen Bierzelt, ein bisschen Oberseminar – macht Politik real, manchmal spannend und unterhaltsam. Ohne ihn gibt es keinen süffigen Stoff für Kolumnen. Bitte, bitte, liebe Abgeordnete, tut es für Sachsen. Wir danken schon mal.