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Ein Cello für alle Fälle

Der 14-jährige Karim Suarez gehört zu den Mitwirkenden eines ganz besonderen Konzerts, das am Sonntag stattfindet.

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© hübschmann

Es sitzt. Das „Allegro appassionata“ von Camille Saint-Sëns, das Karim Suarez auf seinem Cello spielt, erfreut Frieder Stange. Über ein Tablet auf seinen Knien verfolgt er die Noten des Stücks. Immer wieder greift er in das Spiel seines Schützlings ein – mahnt Korrektheit bei Tönen und Takten an. Schließlich arbeiten beide, der 14-Jährige und sein Lehrer an der Kreismusikschule, an einem anspruchsvollen Projekt. Karim ist einer von zehn Solisten, die sich an diesem Sonntag bei einem gemeinsamen Konzert mit der Elbland Philharmonie Sachsen präsentieren.

Die dafür ausgewählten Solisten sind die begabtesten Musikschüler, fügt Frieder Stange hinzu. Sie erhalten durch eine besondere Begabtenförderung, die der Freistaat finanziert, zusätzlichen Unterricht an der Musikschule. So bleibt mehr Zeit für den Feinschliff. Um das Zusammenspiel mit anderen Musikern zu üben, begleitet bei dieser Probe der Dresdner Pianist Hiroto Saigura das Cellospiel. Schließlich ist in dieser Woche nur eine gemeinsame Probe mit den Berufsmusikern der Elbland Philharmonie vorgesehen.

Seit acht Jahren gehört das Cello zum Alltag Karims, der die neunte Klasse am Meißner Franziskaneum besucht. Es war das letzte in einer Reihe von Instrumenten, die er ausprobierte. Mit dem Cello lässt sich so vieles ausdrücken – Freude ebenso wie schlechte Laune – und nicht nur Klassisches spielen, sagt Karim. Und das gab den Ausschlag, diesem Instrument die Treue zu halten: Jeden Tag übt er mindestens eine halbe Stunde, meist nach der Schule. Und er macht keinen Hehl daraus, dass es für ihn ein Hobby bleiben soll. Seine berufliche Zukunft sieht Karim wohl eher in der „PC-Bauerei“. (SZ/da)

Das Solistenkonzert der Musikschüler mit der Elbland Philharmonie findet am Sonntag um 15 Uhr im Großen Saal der Landesbühnen Sachsen in Radebeul statt.