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Ein Doktorhut für kleine Forscher

24 wissenschaftliche Einrichtungen öffnen bis zum Sommer ihre Labore für Schüler. Die erhalten am Ende einen Juniordoktor-Titel.

© Norbert Millauer

Von Simone Burig

Rauf auf den Sattel

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Wissenschaftler möchte Florian Krumpfer mal werden. Das weiß der Zehnjährige schon ganz genau. Nur in welcher Richtung er mal forschen will, da ist sich Florian noch unsicher. „Vielleicht werde ich doch lieber Architekt“, überlegt er. Ein bisschen Zeit, um sich festzulegen, hat er noch. Und vielleicht findet er im diesjährigen Juniordoktor-Programm ja das richtige Fach. Bereits zum siebenten Mal findet das Schülerprogramm in diesem Jahr statt. Offiziell gestartet hat es gestern Nachmittag Bürgermeister Dirk Hilbert (FDP) im Leibniz-Institut für Festkörper- und Werkstoffforschung in Niedersedlitz.

Seit 2006 bietet die Stadt das Programm an und möchte damit beim Nachwuchs die Neugier auf Technik, Naturwissenschaften und Ingenieurberufe wecken. Mit dabei sind in diesem Jahr 24 Einrichtungen, beispielsweise die Technische Universität und das Max-Planck-Institut für Molekulare Zellbiologie und Genetik. Aber auch einige mittelständige Firmen, der Botanische Garten, das Stadtmuseum und das Schülerrechenzentrum öffnen ihre Türen für Forscher der dritten bis zwölften Klassen. Und die sollen nicht nur noch mehr Wissen in sich aufsaugen, sondern vor allem selbst ausprobieren und machen: Roboter bauen oder mit der Magnetschwebebahn „Supra Trans II“ durch eine Halle schweben. Für Letzteres hatte sich Florian so sehr interessiert, dass er gestern mit 40 anderen Schülern nach Niedersedlitz gekommen war. „Ich wollte wissen, wie sich das anfühlt, einfach so zu schweben“, erzählt der Zehnjährige. Bis zum 3. Juli – dann findet die letzte Juniordoktor-Veranstaltung statt – besucht er noch weitere Seminare zu Themen wie Astronomie und Bionik. Insgesamt nimmt er an acht Veranstaltungen teil. Sieben müssen es sein, um am Ende einen Doktorhut und die Urkunde in den Händen halten zu können. Interessierte können sich noch anmelden. Einige Veranstaltungen sind zwar schon ausgebucht, aber es werden in den kommenden Wochen noch neue hinzukommen.

Und wie fühlt es sich nun an, mit der Magnetbahn zu schweben? „Es war lustig“, sagt Florian lachend. „Und interessant, die Zugluft zu spüren.“

Das Programm und Anmeldeformulare gibt es im Internet unter www.juniordoktor.de.

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