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Dippoldiswalde

Ein Dorf feiert sich und seine Geschichte

Tausende Besucher waren beim großen Festumzug in Reichstädt. Besonders gefragt waren Schattenplätze.

Das Wahrzeichen des Ortes, die Windmühle, war nicht nur Startpunkt des Umzugs. Sie war auch als Modell mit dabei.
Das Wahrzeichen des Ortes, die Windmühle, war nicht nur Startpunkt des Umzugs. Sie war auch als Modell mit dabei. © Andreas Weihs

Die Reichstädter haben 700 Jahre Geschichte sowie das heutige Vereins- und Gewerbeleben am Sonntag in einem eindrucksvollen Festumzug präsentiert. 620 Teilnehmer zählte der Zug. Die stellten historische Figuren dar, von den ersten Siedlern, die im Mittelalter das Erzgebirge bevölkerten, bis zu den heutigen Mitarbeitern verschiedener Unternehmen im Ort. Über zwei Stunden zog er durch das Dorf.

Das Original dieser Urkunde aus dem Jahre 1319 ist der Anlass für die große Feier. Dort wurde der Ort zum ersten Mal erwähnt.
Das Original dieser Urkunde aus dem Jahre 1319 ist der Anlass für die große Feier. Dort wurde der Ort zum ersten Mal erwähnt. © Andreas Weihs

Damit gingen am Sonntag die zehn Festtage zur 700-Jahr-Feier von Reichstädt zu Ende. Eine Gruppe von engagierten Reichstädtern unter der Leitung von Karsten Lemke hatte den Festreigen organisiert und meist auch Glück mit dem Wetter gehabt. Nur am Sonntag meinte Klärchen es zu gut. Dennoch waren Tausende gekommen, die sich vor allem in Schattenplätzen in der Dorfmitte drängten. Das Abschlussfeuerwerk musste wegen der Brandgefahr bei der Hitze ausfallen. Dennoch hatten die Organisatoren ein Erlebnis geschaffen, an welches die Reichstädter lange zurückdenken werden. 

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1624 ist ein sehr wichtiges Datum für den Ort: Der Bau des Kirchturms.
1624 ist ein sehr wichtiges Datum für den Ort: Der Bau des Kirchturms. © Andreas Weihs

Eines der wichtigsten Daten für Reichstädt: 1624. In diesem Jahr wurde der Kirchturm gebaut. Zwei Modelle erinnerten im Umzug daran.

Mit diesem wichtigen Transparent wurde der Festzug angeführt.
Mit diesem wichtigen Transparent wurde der Festzug angeführt. © Andreas Weihs

Zum Auftakt zeigten Reichstädter Einwohner dieses Transparent, das wichtige Gebäude im Dorf zeigt. Die Moderatoren Rico Ebert und Helfried Gietzelt erklärten an der Feuerwehr und am Festplatz, was es mit den einzelnen Bildern auf sich hatte, welche Geschichten dahinter stehen.

Auch wenn die Landwirtschaft verbreitet war, war die Schmiedekunst für den Ort immer ein wichtiges Handwerk.
Auch wenn die Landwirtschaft verbreitet war, war die Schmiedekunst für den Ort immer ein wichtiges Handwerk. © Andreas Weihs

Die Schmiedekunst war in dem Bauerndorf Reichstädt immer ein wichtiges Handwerk. Auf diesem Umzugswagen wurde sie live demonstriert. Heute noch sind Metallbaufirmen in Reichstädt wichtige Betriebe. (SZ/fh)

Eine Gemeinde in 750 Jahren

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