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Gemeinschaftsschule: Ein Erfolg für die Bürger

Der Volksantrag für Gemeinschaftsschulen in Sachsen verdient Respekt. Er zeigt, dass sich Hartnäckigkeit lohnt. Ein Kommentar.

Von Andrea Schawe
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Andrea Schawe ist Redakteurin im Ressort Politik/Sachsen.
Andrea Schawe ist Redakteurin im Ressort Politik/Sachsen. © Robert Michael/dpa/SZ

Dresden. Machen statt meckern – Eltern, Schüler, Lehrer, Gewerkschaften, Wissenschaftler und die Parteien Linke, SPD und Grüne hatten ein Ziel: die Gemeinschaftsschule in Sachsen möglich zu machen. In einem Bündnis haben sie unterschiedliche Vorstellungen diskutiert und basisdemokratisch einen Kompromiss gefunden. Daraus ist der Volksantrag für längeres gemeinsames Lernen geworden.

Das war nicht einfach. Denn Sachsen stellt hohen Anforderungen an die Volksgesetzgebung. Man muss schon ein Experte sein, um rechtssicher einen Gesetzentwurf auszuarbeiten. Nur solche Volksanträge werden vom Landtagspräsidenten angenommen und dann auch im Parlament beraten. Das Bündnis hat es geschafft. Sie haben zusammen mehr als 50.000 Unterschriften gesammelt. Monatelang waren sie auf der Straße unterwegs und haben versucht, andere Menschen mit ihren Argumenten zu überzeugen. Das verdient Respekt.

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Veränderung ist möglich

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Auch wenn der Volksantrag von der Koalition aus CDU, Grünen und SPD verändert wurde und damit formal als abgelehnt gilt, ist das Ergebnis ein Erfolg! Die Gemeinschaftsschule wird in Sachsen Realität – trotz einer CDU, die jegliche Änderungen am Schulsystem bisher konsequent ablehnte. Das ist nur gelungen, weil 50.000 Menschen mit ihrer Unterschrift politischen Druck aufgebaut haben. Daran können sich andere ein Beispiel nehmen. Wer hartnäckig und leidenschaftlich seine Ziele verfolgt, kann auch etwas verändern.

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