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Ein erster Preis für die Klosterkirche St. Annen

Das umgestaltete Sakralmuseum setzte sich im Wettbewerb der KiBa-Stiftung unter immerhin 39 Bewerbern durch. Die Ehrung erfolgt im Herbst in München.

Von Josephine Janke

Großer Erfolg für eine bemerkenswertes Kichenbauvorhaben in der Lessingstadt Kamenz. Bei der Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler in Deutschland (KiBa) begeisterte jetzt die St. Annen-Kirche die Juroren. Die evangelische Kirchgemeinde in Kamenz und das Architekturbüro von Christian Schaufel aus Dresden erhielten jetzt den ersten Preis im KiBa-Wettbewerb 2014, der den Titel trug „Innenansichten – Kirchen für Gemeinden von Morgen“. Pfarrer Jörg Naumann von der Kirchgemeinde hielt gestern das Schreiben aus Hannover in der Hand, das über den großen Erfolg informierte. „Ich habe umgehend auch Oberbürgermeister Roland Dantz ins Bild gesetzt.“ Immerhin war die Kirche St. Annen in einer Gemeinschaftsaktion mit der Stadt im Jahr 2011 umgestaltet worden. „Unsere Anstrengungen haben sich gelohnt.“ Das neue Sakralmuseum wird gut angenommen. Die Kirche erhält zu dem Preis auch einen Förderbeitrag der Stiftung KiBa zur Erhaltung der Kirche in Höhe von stolzen 25 000 Euro.

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Kamenz konnte sich gegen 38 andere Bewerbungen durchsetzen. Martin Ammon von der KiBa-Stiftung: „Es war eine große Herausforderung, aus so vielen überaus interessanten Projektvorstellungen drei Preisträger zu ermitteln.“ Gelobt wurde von der Jury ausdrücklich auch die „vorbildliche Zusammenarbeit von Kirchgemeinde und Kommune“, die auch im gelungenen Ergänzungsbau der Kamenz-Information bewiesen wurde. Durch diese Investition, aber auch die Errichtung des Sakralmuseums, geriet die St. Annen-Kirche mehr in das öffentliche Interesse. „Der spätgotischen St. Annen-Kirche von 1512 wurde im Zuge behutsam durchgeführter Renovierungsmaßnahmen in überzeugender Weise ihre herausgehobene, jedoch verlorene städtebauliche Präsenz in der Stadt Kamenz zurückgegeben“, so die Jury. Die reiche, zugleich nobel-zurückhaltende Präsentation mehrerer Flügelaltäre und kostbarer Ausstattungsstücke prägten den - grundsätzlich variabel nutzbaren - Kirchenraum eindrucksvoll“, heißt es weiter.

Die Preisverleihung wird übrigens am 9. Oktober in München stattfinden – im Rahmen eines Empfangs der Bayerischen Staatsregierung zum 28. Evangelischen Kirchbautag. Eine Delegation aus Kamenz wird garantiert dabei sein.