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Ein Feiertag für den Standort

Manchmal können Journalisten mit ihrer Neugier auch etwas Gutes bewirken. Zum Beispiel 30 und mehr Arbeitsplätze schaffen. Nun ja, ganz so war es vielleicht nicht. Aber die Chefs der Software-Firma SQS haben gestern ganz öffentlich aus dem Nähkästchen geplaudert.

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Manchmal können Journalisten mit ihrer Neugier auch etwas Gutes bewirken. Zum Beispiel 30 und mehr Arbeitsplätze schaffen. Nun ja, ganz so war es vielleicht nicht. Aber die Chefs der Software-Firma SQS haben gestern ganz öffentlich aus dem Nähkästchen geplaudert. Weil die Zeitung schon da war, als die SQS-Manager noch auf der Standort-Suche waren, mussten sie aus dem Fragezeichen ganz schnell ein Ausrufezeichen machen.

Ein fauler Kompromiss war die Entscheidung für Görlitz ganz offensichtlich nicht. Die Begeisterung der Unternehmer für den Standort wirkte ansteckend. Und man darf sich das ruhig auf der Zunge zergehen lassen: Das Lob für engagierte Wirtschaftsförderer, die abends noch die Angel auswerfen, wenn anderswo längst Feierabend ist; das Lob für eine Arbeitsagentur, die mit Geschick und Elan die passenden Leute ausfindig gemacht haben; das Lob für eine schöne Stadt, die nicht am Ende der Welt liegt, sondern „sehr gut erreichbar“ ist; das Lob für einen Oberbürgermeister, der sie durch diese Stadt geführt hat. So schön kann ein Faschingsdienstag sein.