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Ein Fest rund um die Weltkugel

Coswig erhält 55 000 Euro für Demokratieprojekte. Eines davon wird im Juni das Kinderfest in der Rappelkiste sein.

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© Norbert Millauer

Von Sophie Suske

Die Kinder der Grundschule Mitte in Coswig freuen sich. Am 4. Juni richtet die Schule in Kooperation mit dem Familienzentrum Rappelkiste, der Musikschule, Kindergärten und weiteren Partnern zum 14. Mal das Wohngebietskinderfest aus. Unter dem Motto „In der Mitte ist die halbe Welt zu Hause“ geht es vor allem darum, dass Sprachbarrieren zwischen deutschen und ausländischen Kindern überwunden werden, sagt Egbert Erler, Hortleiter und Mitorganisator, „das schaffen wir durch Spiele“. Zum Kinderfest werden dann verschiedene afrikanische Spiele ausprobiert, es gibt kulinarische Stände, eine Luftballonparade und ein gemeinsames Ankunftslied mit der Schule - auf Englisch. Sprache muss kein Hindernis sein, um Menschen zu verbinden. Als Krönung des Tages wird eine große Weltkugel aus Pappmaché gebastelt, auf der die Besucher mit Fähnchen vermerken sollen, woher sie kommen.

Ermöglicht wird das Kinderfest durch das Bundesprogramm „Demokratie fördern“. Coswig und seine Kommunen erhalten aus diesem Fond 55 000 Euro für soziale Projekte. Gemeinnützige Vereine können in Zusammenarbeit mit einem Partner einen Antrag für die Förderung eines sozialen Projektes stellen. So machte es auch die „Rappelkiste“ - für das Wohngebietskinderfest erhielten die Organisatoren 500 Euro.

Über die Anträge bis 1 000 Euro entscheidet die Fach- und Koordinierungsstelle, die von der sozialen GmbH JuCo in Coswig verwaltet wird. In der Regel werden Projekte bis maximal 3 000 Euro gefördert, über deren Bewilligung der sogenannte Begleitausschuss diskutiert. In ihm sitzen Mitgliedern der Vereine und Gemeinden.

Am 16. April wird erstmals in diesem Begleitausschuss über die bis dahin gestellten Anträge entschieden, deren Kosten sich auf mehr als 1 000 Euro belaufen. „Bei dem Treffen wollen wir endlich handlungsfähig werden“, sagt Matthias Kowarzik, Geschäftsführer der JuCo. Noch stehen die Projekte und deren Organisation am Anfang, weshalb die Anzahl der Anträge überschaubar ist. Neben dem Wohngebietskinderfest hat beispielsweise die Wohlfahrtspflege Radebeul ein Projekt eingereicht, bei dem mit Graffiti ein Zeichen gegen Rassismus an der Fassade des Weißen Hauses gesetzt werden soll.

Abzüglich der Beträge für Öffentlichkeitsarbeit und Koordinierungsstelle verbleiben 20 000 Euro für die Realisierung der Projekte. Weitere 5 000 Euro sollen für einen Jugendfond ausgegeben werden. „Das Konzept dieses Jugendfonds ist allerdings noch in Planung“, sagt Yvonne Donau, Mitarbeiterin der JuCo. Man werde aber beispielsweise versuchen, die verschiedenen Jugendclubs und Treffpunkte der jungen Menschen zu vernetzen.

Interessierte Vereine erhalten weitere Informationen unter www.aktionsplan-comora.de. oder direkt bei der Fach- und Koordinierungsstelle unter 03523 72826.