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Ein Geschäft erweitert sich

Ernsting´s Family hat nach Umbauten neu eröffnet. Die Kunden stehen Schlange.

Carmen Schmidt aus der Döbelner Filiale und Dietlind Leitner aus dem Geschäft in Wurzen haben in Großenhain als Einräumteam geholfen und sind jetzt beim ersten Ansturm dabei. Grit Quapil (rechts) aus Nünchritz nutzt ihre Mittagspause zum Einkaufen.
Carmen Schmidt aus der Döbelner Filiale und Dietlind Leitner aus dem Geschäft in Wurzen haben in Großenhain als Einräumteam geholfen und sind jetzt beim ersten Ansturm dabei. Grit Quapil (rechts) aus Nünchritz nutzt ihre Mittagspause zum Einkaufen. ©  Kristin Richter

Großenhain. Es ist kaum ein Durchkommen im Laden, und keiner regt sich auf. Die Verkäuferinnen strahlen sowieso, und die Kunden fühlen sich wohl. So wie Ilse Baldrusch, die heute so viele Bekannte trifft, wie lange nicht. 

Ernsting´s Family hat nach sechs Wochen Umbau wieder eröffnet, und junge Mütter und Omas stehen verzückt vor süßen Jäckchen, niedlichen Hosen und Jacken. Großenhain ist seit Freitag wieder etwas bunter. Vor allem mit Kindersachen punktet die Marke bei ihren Käufern, aber auch Erwachsene finden das ein oder andere Teil für sich.

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Eine junge Mutter hält einer Freundin einen hübschen Mädchen-Pulli hoch und ruft beglückt, „der ist ja günstig“. Keine Frage, die Großenhainer haben auf die Neueröffnung gewartet. Am Freitag gab es 20 Prozent auf alles, am Samstag 30 Prozent auf reduzierte Ware. 

Aber es ist nicht nur das. Ernsting´s Family hat nicht nur umgebaut, sondern auch erweitert. Von 114 Quadratmeter Verkaufsfläche auf rund 170 Quadratmeter. Eröffnet hat die Großenhainer Filiale am 5. Dezember 1996.

Ernsting´s Family auf dem Frauenmarkt hat das Geschäft nach hinten erweitert und umgebaut. Verkäuferin Sylke Baumbach steht vor den neuen Umkleidekabinen.
Ernsting´s Family auf dem Frauenmarkt hat das Geschäft nach hinten erweitert und umgebaut. Verkäuferin Sylke Baumbach steht vor den neuen Umkleidekabinen. ©  Kristin Richter

Treppenhaus hergegeben

Der Vermieter hat dafür einen Großteil des Treppenhauses hergegeben und selbst angebaut. Damit hat sich nicht nur die Verkaufsfläche vergrößert, sondern auch die Anzahl der Umkleidekabinen.

Umziehen wollte Ernsting´s Family bewusst nicht. Mit der Erweiterung des Geschäftes kommt auch mehr Ware. So viel, dass ein sogenanntes Einräumteam von Ernsting´s Family den Verkäuferinnen um Leiterin Heidi Grummt zwei Tage mit geholfen hat. Schließlich sollen Jäckchen, Hosen und Mützen und Socken schön präsentiert sein, wenn der Laden öffnet. Der Familienbetrieb handhabt das bei allen größeren Umzügen so, man hilft sich gegenseitig. 

Den Grundstein für das Unternehmen mit Hauptsitz in Coesfeld-Lette (Westfalen) legte Kurt Ernsting 1967 mit der Eröffnung des ersten „minipreis“-Geschäftes in der Waschküche seines Elternhauses. Ein Jahr später gründete er die „Minipreis Ernsting Handels-GmbH“ und begann, eine Filialkette aufzubauen. Den Namen Ernsting´s family erhielt der Textilanbieter erst im Jahr 1990. 

Zwei Jahre später begann der Bau eines neuen Vertriebszentrums in Klieken bei Dessau, um die ostdeutschen Bundesländer schneller beliefern zu können. Im Jahr 1999 entstand schließlich ein Regionalzentrum in Schwarzenbek bei Hamburg. 

Der Firmengründer Kurt Ernsting starb am 7. Dezember 2011 im Alter von 82 Jahren. Sein Vermächtnis sind rund 18500 Filialen, die nicht nur in Großstädten, sondern auch in kleineren Städten zu finden sind und mit Eigen- und Lizenzmarken stete Farbtupfer im ansonsten oft schwierigen Einzelhandelsumfeld sind.

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