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Ein guter Sommer im Wolfstal

Mehr Besucher haben sich in den vergangenen drei Monaten im Freibad erfrischt. Das Plus an Einnahmen muss aber gleich wieder in alte Technik fließen.

An 93 Tagen war in der Saison 2019 Badespaß im Roßweiner Wolfstal möglich. Viele Nutzer, wie hier Annalena, schätzen, dass die Wasserflächen selten überfüllt sind und rundherum viel Grün zum Sonnenbaden zur Verfügung steht.
An 93 Tagen war in der Saison 2019 Badespaß im Roßweiner Wolfstal möglich. Viele Nutzer, wie hier Annalena, schätzen, dass die Wasserflächen selten überfüllt sind und rundherum viel Grün zum Sonnenbaden zur Verfügung steht. © -Dietmar Thomas

Roßwein/Leisnig. Der zu Ende gehende Sommer war heiß. Trotzdem hat er an den 2018 nicht herangereicht.

Aber auch ohne neue Rekorde ist Badchef Jens Göhler zufrieden. „Mit 16 500 Besuchern liegen wir über dem Durchschnitt der vorhergehenden Jahre. Selbst wenn es 30 Prozent weniger Gäste als 2018 waren“, sagt er.

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Der Tag, an dem in der zurückliegenden Saison die meisten Gäste gezählt worden sind, war der 30. Juni. „Mit 1290 Besuchern sind wir da nahezu an unsere Grenzen gestoßen“, gibt der Badchef zu. Ein gut gefülltes Bad hatten er und seine Kollegen sowie die ehrenamtlichen Rettungsschwimmer von der Wasserwacht aber auch am 25. Juli zu beaufsichtigen. Mit 750 Kindern und Erwachsenen sei in den Becken und auf den Wiesen viel losgewesen.

Ebenfalls im Juni verzeichneten die Mitarbeiter mit 28 Grad Celsius die höchste Wassertemperatur. Die erinnert schon eher an die heimische Badwanne. Doch die Wasseraufbereitung sei bei solchen Bedingungen schwer zu handhaben, sagt Jens Göhler.

Neben der Besucherbilanz sind für ihn auch zwei andere Dinge, die gut gelaufen sind, eine Erwähnung wert. Zum einen hat es keine Unfälle gegeben. In einem Fall mussten die Mitarbeiter einschreiten und die Polizei rufen, damit es nicht dazu kommt. Wie der Badchef darstellt, hatten einige Jugendliche im Bereich der Rutsche über die Stränge geschlagen. Und weil sie sich schlichtweg nicht an die Badordnung halten wollten, schritten die Polizeibeamten schließlich ein.

Zum anderen ist Jens Göhler erleichtert darüber, dass sich die Imbissversorgung durch den privaten Betreiber „deutlich verbessert hat“. Im Gegensatz zu 2018 habe es in diesem Sommer kaum noch Beschwerden gegeben. „Der Stand war weitgehend zuverlässig geöffnet.“

Zuverlässigkeit ist für die Mitarbeiter des Bades auch noch in anderem Zusammenhang ein Thema. Dabei geht es um die technische Ausstattung der Einrichtung. „Wir sind froh, wenn diese noch stabil ihren Dienst versieht“, so der Badchef. Kontinuierliche Erneuerungen seien nötig und bei der Kommune als Träger der Einrichtung angezeigt. So wurde im vergangenen Jahr in die Pumpentechnik investiert und jetzt in neue Teile für die Chloranlage.

Eine Unterstützung, auf die Besucher vor allem in einer frischeren Saison nicht verzichten wollen, ist die Wassererwärmung. Das passiert über eine Anlage auf dem Dach der Nebengebäude. Die Schläuche hatte es bei dem Unwetter am Abend des 18. August aus der Verankerung gerissen (wir berichteten). „Kaputt gegangen sind sie glücklicherweise aber nicht“, sagt Jens Göhler. Nach 22 Jahren wäre eine Erneuerung der Anlage durchaus einmal fällig. „Weil das nicht betriebsnotwendige Technik ist, muss dies aber auch immer ins Budget passen“, erklärt der Badchef die Zwänge.

Nötiger bräuchte er das Geld, um einige der Spielgeräte auf dem Freigelände in Ordnung zu bringen beziehungsweise durch neue zu ersetzen. Denn seit der letzten Kontrolle durften einige Geräte nicht mehr genutzt werden. Mit dieser Einschränkung in die Saison 2020 zu starten, wäre schade. Denn das Roßweiner Wolfstal versteht sich von jeher als Familienbad.

In den nächsten Tagen laufen dort nun noch die Nachbereitungen. Was auf den Grünflächen steht und anderswo den Winter verbringen soll, wird zusammengetragen, die Technik gewartet. Außerdem steht eine Grundreinigung in den Gebäuden an.

Der Betrieb im Hallenbad ist zu Wochenbeginn problemlos gestartet. Zu den ersten Nutzern gehörten die Roßweiner Grundschüler. Inzwischen sind es mit der Nossener Grundschule vier Schulen, deren Mädchen und Jungen an der Stadtbadstraße das Schwimmen lernen und üben.

In Leisnig steht eine detaillierte Auswertung der Freibadsaison 2019 noch aus. Nach Einschätzung von Bürgermeister Tobias Goth (CDU) war es ebenfalls eine gute Saison. Zu Spitzenzeiten wurden 300 bis 400 Besucher an einem Tag gezählt, ansonsten so um die 100. In Roßwein kamen im Durchschnitt an jedem der 93 Öffnungstage 177 Besucher ins Wolfstal.

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