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Ein Herz und eine Seele

Die drei regionalen Genossenschaften beenden das Jahr 2014 erfolgreich. Damit liegt die Messlatte aber auch hoch.

Von Elke Görlitz

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Das Niveau zu halten, sei schwierig. Neue Ideen zu finden, auch. Das sagt WGF-Vorstand Stefan Viehrig beim Neujahrsempfang der regionalen Genossenschaften. Dabei sprudeln die Ideen bei der Wohnungsgenossenschaft „Fortschritt“. Und zwar in jeder Beziehung. Ob es darum geht, Zuschnitt und Ausstattung der Wohnung dem Bedarf der Mieter anzupassen oder die Genossenschaftler für Kultur und Sport zu begeistern. Das lohnt sich. Drei Prozent Leerstand und Wartelisten für bestimmte Wohnungen belegen das. (DA berichtete am Dienstag).

Auch dieses Jahr will die WGF wieder 2,9 Millionen Euro in ihren Wohnungsbestand stecken. Partner dabei sind die Raiffeisen-Handelsgenossenschaft Leisnig-Oschatz (RHG) und die VR-Bank Mittelsachsen. Der Bank, so Angelika Belletti vom Vorstand, mache vor allem die langanhaltende Niedrigzinsphase zu schaffen. So würden weniger Kunden Kontokorrentkredite nutzen und mehr Sondertilgungen geleistet. Dennoch habe die VR-Bank die Bilanzsumme um 2,5 auf 682 Millionen Euro gesteigert. Gewachsen sei auch das Kreditgeschäft auf ein Volumen von 321 Millionen Euro. 80 Millionen Euro Kredite gingen an Firmenkunden. Gelungen sei dies, durch schnellere Abwicklung, besseres Marketing und Mitarbeiterschulung. 170 Beschäftigte und neun Auszubildende sind es zurzeit, die in den Filialen und online für die Kunden da sind. Vom positiven Ergebnis profitieren nicht nur die Mitglieder der VR-Bank, sondern unter anderem auch Kitas und Vereine.

Nach einem Umsatzrückgang 2013 freute sich auch RHG-Vorstand Horst Franke über neuerliches Wachstum. „Das fiel in etwa so wie in unserem bisher besten Jahr 2012 aus“, sagte er – ohne konkreter zu werden. Vor allem bei den Baustoffen habe die RHG zugelegt. Die können private wie Firmenkunden unter anderem im für 3,8 Millionen Euro neu gebauten Baustoffcenter in Oschatz kaufen. Das soll dieses Jahr unter anderem noch um einen Ideengarten erweitert werden.

Einig waren sich die Vorstände der drei Genossenschaften, dass der 2012 eingeschlagene Weg, enger zusammenzurücken, der richtige gewesen ist. „Wir verstehen uns als Dienstleister für die Region“, so Stefan Viehrig.