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Ein Inder mit Spaghetti und Currywurst

Das Fuchshöhl Punjabi Haveli bietet Speisen an, die man dort nicht erwartet. Der SZ-Tester ist dennoch mehr als zufrieden.

© hübschmann

Das indische Restaurant Fuchshöhl Punjabi Haveli findet man, wenn man die Burgstraße hinaufgeht. Auf dem kleinen Markt bei Café Zieger läuft man direkt darauf zu. Das in hellem Blau gestrichene Haus mit den dunkelblau lackierten Türen und Fenstern fällt sofort ins Auge. Vor dem Eingang gibt es zwei Außensitze, innen bieten einfache Fichtentische, Stühle und Bänke Platz für etwa 30 Personen. Ein romantischer Hinterhof und ein weiterer Gesellschaftsraum mit offenem Kamin sowie ein großer Raum im ersten Stock reichen für erstaunlich viele Gästen aus – dies alles in gepflegter, sehr gemütlicher Atmosphäre.

Das Fuchshöhl Punjabi Haveli bietet wechselnde Mittagsgerichte an. À la carte gibt es eine sorgfältige Auswahl an indischen Gerichten, die frisch zubereitet werden. Darüber hinaus steht ein Angebot an internationalen Speisen auf der Karte, von der Currywurst bis hin zu Spaghetti – ein wahrscheinlich nur aus wirtschaftlichen Gründen zu erklärendes, aus meiner Sicht überflüssiges Angebot in einem indischen Restaurant.

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Die Bedienung ist aufmerksam und erklärt dem Gast sowohl die Vorzüge als auch die Gefahren indischer Gewürze, vor allem deren Schärfe. Hier sei schon gesagt, dass der Koch des Fuchshöhl Punjabi Haveli durchaus europäisch mit seinen Gewürzen umgeht.

Ich entscheide mich als Vorspeise für eine Masoor Soup und als Hauptgericht für Lamm Palak – Lamm mit Spinat. Als Appetizer serviert man mir frische Papadam, ein dünnes Fladenbrot mit Kümmel, und den hausgemachten Minzejoghurt als Dip. Der schmeckt ausgefallen gut, frisch und dennoch würzig. Die Masoor Soup ist eine helle Linsensuppe, die leicht scharf abgeschmeckt ist. Zusammen mit dem frischen Fladenbrot ist sie ein Gaumenschmaus erster Güte. Das Lamm kommt in der typischen Bhindi-Soße: die wird hergestellt aus Chilipulver, Korianderpulver, Masala-Pulver, Salz, Öl und etwas Zucker sowie Ingwer. Das Fleisch ist sehr zart, der dazu gemengte Spinat besteht aus Spinatblättern und lässt keinen Verdacht auf „Dosenware“ aufkommen.

Die Schärfe stimmt

Auch hier stimmt die Mischung der Gewürze, es ist scharf, aber nicht zu scharf. Der typische Lammgeschmack kommt voll zur Geltung. Der Gast ist sehr zufrieden, zumal man dazu ein frisch gezapftes Einsiedler-Zwickelbier trinken kann!

Das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt, die Atmosphäre ist vorbildlich – eine echte Empfehlung.

Fuchshöhl Punjabi Haveli, Hohlweg 7, 01662 Meißen, 03521 476997, geöffnet ist täglich von 11 bis 23 Uhr – Dienstag ist Ruhetag.

In der Nebensaison von Oktober bis April ist zusätzlich Montag bis Freitag jeweils zwischen 14.30 Uhr und 17 Uhr geschlossen.

Das Restaurant bietet einen Lieferservice an.

www.fuchshoehl-restaurant.de