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Karls Erlebnis-Dorf: Stoppt Corona die Erfolgsgeschichte?

Vom Erdbeerhof zum Freizeitpark: Firmenchef Robert Dahl ist einer, der immer weiter will. Bei seinen Plänen für Sachsen kommt ihm das Virus in die Quere.

Sein Großvater war Erdbeerbauer, sein Vater war es – auch Robert Dahl lernte den Beruf. Doch er merkte schnell, „dass ich dieses Unternehmer-Gen habe und mehr will“.
Sein Großvater war Erdbeerbauer, sein Vater war es – auch Robert Dahl lernte den Beruf. Doch er merkte schnell, „dass ich dieses Unternehmer-Gen habe und mehr will“. © Ronald Bonß

Vom Himmel aus wirken andere Menschen wie Ameisen, in Karls Erlebnis-Dorf fühlt man sich selbst wie eine. Riesenraupen rollen durch Erdbeeren so hoch wie Einfamilienhäuser, tellergroße Margeriten schmücken die Wege entlang des Hofs, der längst nicht mehr nur Erdbeeren verkauft.

Eine Mischform aus Freizeitpark, Farm und Bauernmarkt ist das Gelände in Rövershagen bei Rostock geworden, nur aus der Luft lässt es sich noch im Ganzen erfassen. Hier hat alles begonnen, vor fast 100 Jahren, mit einem einzelnen Verkaufsstand. Heutzutage sind es mehr als 400, um den ersten der inzwischen fünf Erlebnis-Dörfer reihen sich rund 450 Hektar Land mit Erdbeerfeldern, bis zu 8.000 Tonnen Beeren und sechs Millionen Gläser Marmelade gehen jährlich raus.

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Karls Erlebnis-Dorf und die Pläne für Sachsen

Vergangenen Frühherbst breiteten sich Gerüchte über die Erdbeer-Expansion nach Sachsen aus, die Rede vom Baustart 2021 in Bannewitz bei Freital begleiteten oft Jubelrufe. Wer wie die Sachsen traditionell gern Urlaub an der Ostsee macht, kann diesen Karl kaum übersehen. Wie ist es möglich, dass der Erdbeermarkt so populär, dass aus der kleinen Frucht ein Imperium geworden ist?

Authentisch, liebevoll und augenzwinkernd, kreativ, großzügig und familiär – so sollen Karls Produkte sein.
Authentisch, liebevoll und augenzwinkernd, kreativ, großzügig und familiär – so sollen Karls Produkte sein. © Ronald Bonß

Es liegt vor allem an Robert Dahl. Der Enkel von Hofgründer Karl ist ein Mensch, der zu jedem Fundstück, jeder Faser seines Lebens eine Geschichte erzählen kann. Den Luxus, den man einem Unternehmer mit Millionen-Einnahmen andichten könnte, strahlt der Geschäftsführer nicht aus. Mit seinem schwarzen T-Shirt und dem Totenkopf-Mundschutz, der kichrigen Lache und seinen ständig neuen Ideen wirkt er eher wie die Sorte Unternehmer, die ihre Kindlichkeit konservieren, um frei von Angst und voller Ideen zu bleiben. „Mir wird echt schnell langweilig“, sagt Robert Dahl. „Ich mag es total gerne, was Neues aufzubauen. Schon wenn sich ein Tag wiederholt, ist mir das zu viel Routine. Meine Mitarbeiter macht das manchmal wahnsinnig.“ Eine von Robert Dahls liebsten Fragen ist eine halbe Feststellung: „Ist doch cool, oder?“

Der 49-Jährige streift entlang gläserner Räume mit viel Holz in sein Büro hinter der Markthalle. Viel Zeit verbringt er hier nicht, lieber ist er mal hier und mal da, mal auf Entdeckungs-Reise für neue Attraktionen, mal zu Hause in seinem Lieblingssessel im holzgetäfelten Bad, in dem er besonders gerne arbeitet. Ein Sideboard rahmt den surfbrettförmigen Tisch mit den bunten Stühlen, Auszeichnungen wechseln sich darauf mit Fotos ab. Auf einem ist Kanzlerin Angela Merkel bei einem Besuch auf dem Hof zu sehen, auf den anderen meist die Familie. Dahl lässt sich in einen Stuhl fallen und legt sein rechtes Bein auf seinem linken ab. Er zieht einen Karton mit Erdbeeren einer neuen Sorte über den Tisch, bietet welche an und mampft selbst davon. „Schmeckt ganz gut, oder?“

Mit 22 wurde Robert Dahl zum Unternehmer

Mit 22 ist Robert Dahl Unternehmer geworden. Sein Großvater Karl war Obstbauer, sein Vater auch. Robert Dahl lernte das Gleiche und machte es doch ganz anders.

„Ich war ein Spätentwickler, ein ganz leichtfüßiger Klassenclown, der sich über nichts Gedanken macht, auch nicht darüber, was er später machen will.“ 1921 hatte sein Großvater das Erdbeeranbau-Unternehmen in Rövershagen gegründet, nach dem Krieg floh er nach Schleswig-Holstein und führte es dort weiter.

Mit der Wende fallen Abnehmer und einstige Erntehelfer weg, neue Möglichkeiten kommen hinzu. Robert Dahl geht nach Lublin, um die Sprache der fortan polnischen Erntehelfer zu lernen. Am Ende des Auslandsjahres erzählt Vater Karl-Heinz in einem langen Brief von der Geschichte des Unternehmens. „Er hat geschrieben: ‚Mach dich doch selbstständig‘ und hängte einen Businessplan mit einem Megasatz an: ‚Die endgültige Betriebsgröße wird durch die Absatzmöglichkeiten bestimmt.‘“

Die Erdbeere begleitet Familie Dahl seit fast 100 Jahren. Schon Opa Karl (im Anzug) und später dessen Sohn Karl (links) pflanzten sie an.
Die Erdbeere begleitet Familie Dahl seit fast 100 Jahren. Schon Opa Karl (im Anzug) und später dessen Sohn Karl (links) pflanzten sie an. © privat

Robert Dahl stimmt zu, leiht sich wie vom Vater empfohlen gut eine halbe Million D-Mark bei der Bank und wird Erdbeer-Produzent an der Ostsee – dort, wo auch Opa Karl einst ernten ließ. Mit 22 einen Schuldenberg und ein eigenes Unternehmen, macht das nicht Angst? „Null, ich habe mir einfach keine Gedanken gemacht. Es war zwar ganz viel Arbeit, aber auch ganz viel Freiheit und Party.“ In einem Bauwagen wohnt Robert Dahl, vom Beifahrersitz des Autos führt er Buch, verwaltet Kasse und Personal.

Damals eröffnet er einen kleinen Hofladen, wo es auch Wurst und Apfelmost gibt, kauft bald eine Rutsche und einen Beistelltisch für Kaffee und Kuchen. Die Erdbeere denkt er schnell größer, während der 1990er lässt er Verkaufsstände in Berlin aufstellen. „Ich hab gespürt, dass ich schon so dieses Unternehmer-Gen habe und mehr will.“ Robert Dahl lässt den Blick über die Fotogalerie schweifen. „Macht richtig Spaß, sich daran zu erinnern, habe ich lange nicht gemacht.“ Sein Telefon schellt. „Da muss ich kurz rangehen.“ Probleme bei der Wiedereröffnung von Attraktionen nach der Corona-Pause. Das Ordnungsamt. „Wenn Sie das heute so entscheiden, müssen wir das so hinnehmen, aber wir werden dagegen vorgehen“, argumentiert Dahl. Allgemeinverfügung, sagt er dann kopfschüttelnd, sei auch „so ein typisches deutsches Wort“. Seine Idole hat er eher in den Vereinigten Staaten gefunden, den Tesla-Chef mit Weltraum-Ambitionen Elon Musk zum Beispiel.

Mit seiner heutigen Frau, die er vor 20 Jahren kennengelernt hat, bewundert Dahl bei einer Frischverliebten-Reise nach New York die schnörkeligen Embleme der Läden in Soho. So eins will er auch haben, nur der damalige Name „Erdbeerhof Rövershagen“ ist zu umständlich. „Wir sind auf die Idee gekommen, dass der Name meines Großvaters eigentlich wunderschön ist. Der hat so was Bodenständiges, Bäuerliches, ein bisschen Tradition.“

Plötzlich ist der Erdbeerhof ein Ausflugsziel

Der neue Firmenname ist gefunden, über Nacht weichen die alten Schilder. Im Frühsommer 2001 feiern sie das 80. Jubiläum des Betriebs und die Einführung des alten, neuen Namens Karl mit der größten Erdbeertorte der Welt. „Das war alles völlig crazy, hat eine unglaubliche Dynamik gekriegt.“

In den folgenden Jahren wächst der Markt weiter, Dahl lässt eine Bahn mit Traktoren auf Schienen bauen. 2008 eröffnet der erste Erlebnishof. Die Erdbeere ist endgültig nicht mehr nur das Konsumgut, sondern verspricht ein Erlebnis mit dem Flair eines Urlaubs auf der Farm. „Plötzlich waren wir ein Ausflugsziel.“

Dahl führt durch das Erlebnis-Dorf - so heißt es heute -, entlang der Traktorbahn, die sich in eine Sammlung von Attraktionen reiht, vorbei an spielenden Kindern und Süßigkeiten-Manufakturen, Streicheltier-Koppeln und einem Aquarium, der Ausstellung mit Eis-Skulpturen. Wer aus einer Frucht ein Imperium bauen will, darf sie nicht bloß zum Luftballon aufpusten, er muss auch auf den Inhalt achten.

„Der Köder muss dem Fisch und nicht dem Angler schmecken“, war lange das Mantra von Dahl und seinen Partnerinnen, Ehefrau Stephanie und Schwester Ulrike. „Dadurch hatten wir uns vor zehn Jahren zu einem brutalen Gemischtwaren-Laden entwickelt. Wir haben alles Mögliche verkauft, einfach, weil es Geld machte.“ Die drei suchen nach Worten, die ihren Laden künftig beschrieben sollen: authentisch, liebevoll und augenzwinkernd, kreativ, großzügig und familiär. „Damit haben wir Karls dann komplett durchkämmt. Jedes Produkt musste mindestens einem Adjektiv entsprechen, wodurch viel rausgefallen ist.“ Eine Geschichte, die Dahl auch per Videobotschaft am Eingang des Hofs erzählt.

Er läuft Slalom durch die heutige Bauernmarkt-Halle, mit den vielen Winkeln und Tausenden Waren noch immer ein Ort zum Verirren.

Karls Erlebnishöfe in Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und bei Berlin haben viele Fans.
Karls Erlebnishöfe in Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und bei Berlin haben viele Fans. © Ronald Bonß

Es folgt eine weitere Wachstumsphase, die Zahl der Festangestellten erhöhte sich von 150 auf 800. In vier Jahren eröffnen vier neue Höfe. Auf Rügen und Usedom, bei Warnsdorf in Schleswig Holstein, in Elstal bei Berlin, dort mit der ersten, richtigen Achterbahn. Außerdem ein Restaurant in Sachsen-Anhalt, eine Walnuss-Plantage, ein Hotel beim Erdbeerhof in Rövershagen.

Dahl hebt auf der Veranda seines Hotels den Deckel einer Plastik-Mülltonne nach oben, die als Strandkorb dient. Alles im Hotel besteht aus benutzten Dingen. Alte Krawatten halten Vorhänge, einstige Stühle führen auf Hochbetten, ein früherer Fahrradlenker hält Toilettenpapier. Tagelang verbringen Familien ihren Urlaub in den Erdbeerzimmern des Erlebnis-Dorfs.

Was fasziniert sie so an Karls? Es mag die Verbindung des rostigen Charme von Gerätekammern, viel Holz und Natur mit dem süßlichen Geruch von Erdbeermarmelade sein, die Möglichkeit zur Identifikation an jeder Ecke, etwa durch Karlchen, das Bären-Maskottchen in Erdbeerfarben. Nicht Kunden, sondern Fans nennt man bei Karls die Besucher. Als wäre dieses Karlchen ein Popstar. Rund fünfeinhalb Millionen „Fans“ besuchten Karls Höfe vergangenes Jahr. Mehr als 20.000 Menschen haben allein den Rövershagener Hof auf Google bewertet, heraus kommen im Durchschnitt viereinhalb von fünf Sternen. Kritiker stören sich daran, dass es oft „überfüllt“ sei und dass man viel Geld ausgeben könne. „Fans“ sprechen von Liebe, von „perfekten“ Tagen mit der Familie.

Aus Geflüchteten wurden Angestellte

Nach der Expansionsphase, sagt Robert Dahl, „brauchten wie eine Atempause“. Das war 2016. Wer viel erreicht hat, kann sich vieles leisten, auch eine Haltung, die nicht allen passt. Dahl schlägt die Tür in den schlammverkrusteten Pick-up seines verstorbenen Vaters, am Heck klebt ein Sticker mit der Aufschrift „FCK AfD“. „Meine kleine Privat-Revolution“, sagt er. Nachdem 2015 Millionen Menschen in Not nach Europa gekommen sind, bringt er 300 Geflüchtete in leerstehenden Unterkünften von Erntehelfern unter. 50 Menschen aus Syrien hat er inzwischen fest angestellt, zwei davon in Führungspositionen. Schilder, die Dahl an den Eingängen seiner Höfe anbringen ließ, haben ihm viel Hass eingehandelt. „Ausländerfeinde müssen leider draußen bleiben“, steht darauf.

Protestierende, die fortan fernbleiben, will Dahl sich leisten. Wie viel Geld er im Jahr macht, verrät er konsequent nicht, in einem Interview sprach er aber schon vor Jahren davon, dass er seinen ersten Jahresumsatz von knapp einer halben Million D-Mark mehr als verhundertfacht habe.

Robert Dahl legt einen Zwischenstopp im Camp der Erntehelfer ein. Rund 2.000 Saisonarbeiter pflücken für ihn. Schilder mit Hygiene-Bestimmungen hängen auf vier verschiedenen Sprachen an den Baracken, Dahl grüßt auf Polnisch. Ende April hat die Saison begonnen, dank verschiedener Sorten dauert sie bis Oktober.

Erdbeeren und seine Familie, so scheint es, sind die einzigen richtigen Konstanten im Leben von Robert Dahl. Jeder Morgen während der Saison beginnt für ihn zwischen vier und halb fünf auf den Feldern, mindestens zwei Pflücker-Teams will er jeden Tag besuchen. Neben der Arbeit sind die Höfe auch sein Hobby. Bei Nacht, mit Taschenlampen, hat er den eigenen Riesen-Spielplatz schon manchmal mit seinen Kindern besucht.

Karls-Chef Robert Dahl (l.) und der Bannewitzer Bürgermeister Christoph Fröse wollen Karls Erlebnisdorf nach Bannewitz holen.
Karls-Chef Robert Dahl (l.) und der Bannewitzer Bürgermeister Christoph Fröse wollen Karls Erlebnisdorf nach Bannewitz holen. © Karl-Ludwig Oberthür

In den Monaten vor Corona hatten Dahl und seine Partnerinnen neuen Elan gesammelt, wie eine Achterbahn, die aus der Talsohle hinausgerollt ist. „Wir haben uns intensiv mit Expansion beschäftigt, Sachsen, Wolfsburg, Ruhrgebiet, alles hatte ein wahnsinniges Tempo aufgenommen.“ Dann der Nothalt, die Pandemie, die Schließung seiner Höfe. „Man ist schon geschockt, ich hatte vorher richtig Spaß. Aber ein Unternehmen, was keine Umsätze macht, das ist nicht gut. Das hat uns ausgebremst.“

Dass die Menschen gar nicht mehr kommen, sei nicht die Sorge, sagt Dahl. „Wir verlangen ja keinen Eintritt, damit sich auch Hartz-IV-Familien das leisten können, zumindest die kostenlosen Attraktionen. Die dürfen auch mit ganzen Rucksäcken voller eigenem Essen kommen. Mehr Sorgen hätte ich, wenn man 35 Euro pro Person hinlegen müsste.“ Angst bereite ihm, dass man die Entwicklung der Infektionszahlen und eine mögliche zweite Schließungswelle nicht absehen könne. „Ich spüre schon, dass ich unheimlich viel Energie habe, Dinge zu machen, und viele Ideen. Das ist natürlich eine gute Kombination. Aber in schwierigen Zeiten“ – Dahl ächzt kurz, windet sich – „fragt man sich schon: Warum lässt man sich verlocken, so viel zu machen, so viel Risiko und nicht weniger?“

Erdbeer-Freizeitpark: Wenn es wieder los geht, steht Sachsen oben auf der Liste

Das nächste der geplanten Dörfer sollte in Sachsen sein. Um den Gemeinderat von Bannewitz zu überzeugen, hatte Dahl sich persönlich vorgestellt und alle Mitglieder per Busreise auf das Erlebnis-Dorf bei Berlin geladen. Der Rat stimmte zu, eins von zwei benötigten Grundstücken in Bannewitz hat Dahl schon gekauft. „Eines ist sicher: Wenn es wieder losgeht, wird Sachsen der erste Standpunkt sein. Das spüren wir auch, dass da der Fan-Markt besonders groß ist. Aber mir ist wichtig, dass mein Antrieb der Spaß bleibt, ich will keine Schulden machen. Wir sind ein gesundes Unternehmen, aber jetzt ist nicht die Zeit für Millionen-Expansion.“

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Dahl fährt ein Stück weit, um sein Lieblings-Erdbeerfeld zu zeigen. Bäume säumen die Blätterreihen, nur Vogelgezwitscher durchbricht die Ruhe. Er stapft in ein Feld, kniet sich auf den Boden und wühlt in einem Blätterhaufen herum, um eine Blüte rauszufischen. „Wenn der Kelch so riesig ist wie jetzt, wird das ’ne richtig fette Beere.“ Die Sorte Corona verkaufe man zum Glück nur noch als Gewächs und nicht als Beere, in dieser Saison könnte der Name das Geschäft wohl schädigen. In einem wärmenden Plastiktunnel reihen sich pralle, rote Beeren wie Weihnachtskugeln aneinander. Dahl pult ein Stück Schlauch aus dem Hügel hervor, den die Beeren bewachsen. „Unser Bewässerungssystem. Cool, oder?“ Jetzt scheint die Zeit der Beeren, der Rückbesinnung auf das Früchtchen zu sein. Auch diese Antwort gehört unweigerlich zur Frage, wie man aus einer Beere ein Imperium baut, das nicht bei Kälte oder Trockenheit einstürzt. Man darf den Ursprung nicht vergessen.

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