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Ein Kriegsende im Konzentrationslager

Näher an der Kernbotschaft? Die Neuverfilmung von „Nackt unter Wölfen“ als ostwestdeutsches Gemeinschaftsprodukt.

Von Oliver Reinhard
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Obwohl er ihren geplanten Aufstand gefährden könnte, beschließen einige Buchenwald-Häftlinge, den kleinen jüdischen Jungen (Vojta Vomácka) zu retten.
Obwohl er ihren geplanten Aufstand gefährden könnte, beschließen einige Buchenwald-Häftlinge, den kleinen jüdischen Jungen (Vojta Vomácka) zu retten. © MDR/Ufa Fiction

Eine heroische Massenszene wie aus einem Film von Sergej Eisenstein: Todesmutig erheben sich die Häftlinge des KZ Buchenwald am 11. April 1945 gegen die Wachmannschaften und befreien es gewaltsam von der SS. So erzählt es Bruno Apitz im Roman „Nackt unter Wölfen“. So zeigt es auch Frank Beyers Defa-Werk von 1963. Dieses Finale wurde zu einer Bild-Ikone des DDR-Geschichtsbildes. Bis heute prägen Buch und Film im Fühlen und Denken ganzer Generationen das Buchenwaldbild und das Verständnis vom antifaschistischen Widerstand der Kommunisten. Nur – ganz so wie Apitz und der Film zeigten hat es sich nicht zugetragen. Vielmehr war die SS bereits im Abzug, erfolgte die „Selbstbefreiung“ des Lagers kampflos.

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