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Ein Lächeln bitte

Mit Geschwindigkeitstafeln will die Stadt gegen Raser vorgehen. Drei davon werden in Kürze installiert.

Von Elke Braun
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Messtafeln, wie sie im Sommer in Haßlau installiert wurden, sollen bald auch in einigen Waldheimer Ortsteilen aufgestellt werden.
Messtafeln, wie sie im Sommer in Haßlau installiert wurden, sollen bald auch in einigen Waldheimer Ortsteilen aufgestellt werden. © André Braun

Waldheim. In Meinsberg, Knobelsdorf und eventuell auch in Massanei werden die Autofahrer bald von einem lächelnden oder traurigen Gesicht begrüßt. Die Stadtverwaltung hat drei Geschwindigkeitsmesstafeln bestellt. „Die Lieferung ist für diese Woche angekündigt“, sagt Mandy Thümer, Sachgebietsleiterin für Ordnung und Sicherheit.

Zwei der Tafeln würden fest installiert. Eine davon in Meinsberg und eine in Knobelsdorf in der Nähe der Kindertagesstätte. Die dritte Tafel ist variabel und könnte unter anderem in Massanei zum Einsatz kommen. Bereits seit längerem beklagen die Anwohner, dass in ihren Ortschaften zu schnell gefahren wird. 

Zuletzt hatten sich die Meinsberger sogar mit einer Petition an die Stadtverwaltung gewandt, die sich aber nicht nur auf zu schnelles Fahren in der Ortschaft selbst, sondern auch auf die Raserei auf der Staatsstraße zwischen Meinsberg und Ziegra bezieht. „Dass eine Messtafel in Meinsberg aufgestellt werden soll, ist bereits seit längerem bekannt. Es hat nicht direkt etwas mit der Petition zu tun“, sagt Mandy Thümer.

Die Geschwindigkeitsmesstafeln zeigen den Autofahrern nicht nur optisch an, wie schnell sie gerade unterwegs sind und honorieren dies mit einem lachenden oder traurigen Smiley. „Mit den Geräten werden auch die Geschwindigkeiten gespeichert – und zwar in beiden Richtungen – ohne jedoch die dazugehörigen Kennzeichen zu erfassen“, erklärt Mandy Thümer. Mit den gewonnenen Daten sei es möglich, Argumente zu sammeln, um sich beim jeweiligen Baulastträger der Straße etwa für ein Tempolimit stark zu machen. 

Wenn die Lieferung pünktlich eintrifft, könnten die Messtafeln bereits Ende Januar aufgestellt werden. Dass sie durchaus Auswirkungen auf das Fahrverhalten haben, wurde zuletzt in Haßlau deutlich. Seit im Sommer eine solche Tempoanzeige an der viel befahrenen Ortsdurchfahrt aufgestellt worden ist, wird in diesem Bereich nach den Beobachtungen der Anwohner weit weniger gerast. Das belegt auch die Auswertung des Roßweiner Ordnungsamtes.