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Ein Meilenstein für Görlitz

über das fertige Curie-Gymnasium

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Ingo Kramer

Manchmal ist das Gejammer kaum noch auszuhalten. Die Stadthalle verfällt, das Freisebad, die obere Berliner Straße. Und außerdem müsste doch endlich mal das alte Kondensatorenwerk am Neißeufer abgerissen werden. Das sieht doch ganz furchtbar aus. Ja, und überhaupt, eigentlich ist alles furchtbar und nichts geht voran, heißt es dann gern.

Manches davon ist nachvollziehbar und inhaltlich richtig. Allerdings ist es vor allem eines: Einseitig. Zählt denn keiner auf, was alles gerettet oder zumindest schön gemacht wurde? Auf der Habenseite steht in jüngster Zeit verdammt viel: Die Brachen des ehemaligen Massa-Marktes sowie des Nähmaschinenteilewerkes sind verschwunden, der Burghof ist saniert, die Museen, die Stadtbibliothek, das Napoleonhaus, der Schwibbogen, die wunderschöne Villa Bergstraße 1. Dazu steht das Kaufhaus wieder vor einer guten Zukunft. Und, besonders wichtig: Seit einigen Jahren nimmt sich die Stadtverwaltung nach und nach alle Schulen vor und saniert eine nach der anderen. Allein das nun fertig sanierte Joliot-Curie-Gymnasium ist ein Meilenstein für Görlitz. Es wäre zu schön, wenn endlich weniger gejammert und stattdessen mehr auf die Erfolge geschaut werden würde.