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Ein Muss für alle Verehrer Johann Sebastian Bachs

Unter der Leitung von Kirchenmusikdirektor Matthias Pfund erklingtam Sonnabend in der Maria-Martha-Kirche das Weihnachtsoratorium.

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Das Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach zählt zu den bekanntesten und meistaufgeführten geistlichen Kompositionen. Warum ist dieses in der Weihnachtszeit ein Muss?

Ich denke, die Komposition vereint sehr eingängige, ja fast volkstümliche Musik mit der biblischen Geschichte der Geburt Jesu. Für viele Sänger und Zuhörer bilden der Text der Weihnachtsgeschichte und die Musik Johann Sebastian Bachs, der man sich nur schwer entziehen kann, eine passende Einheit. Übrigens ist das Oratorium ursprünglich kein geschlossenes Werk. Es handelt sich um einen Kantaten-Zyklus in sechs Teilen. Zum ersten Mal wurden sie zur Jahreswende 1734/35 an den drei Weihnachtsfeiertagen, dem Neujahrsfest, dem Sonntag nach Neujahr und dem Epiphaniasfest aufgeführt.

In der Maria-Martha-Kirche sind in diesem Jahr die Teile eins bis drei zu hören. Einstudiert haben sie das Werk mit einem Projektchor. Was muss man sich darunter vorstellen?

Zum Projektchor gehören einige Sänger unserer Kantoreien. Die Mehrzahl der Mitwirkenden sind jedoch Leute, die Spaß am Singen und ansonsten aber keine Zeit für einen Chor haben. Besonders freute mich, dass auch Kinder und Jugendliche dabei sind. Aus dem Melanchthon-Gymnasium kamen sogar Musiklehrer mit ihren Schülern. Insgesamt haben wir vier Monate geprobt. Die Begeisterung der Sänger ist großartig. Für 2009 planen wir ein weiteres Chorprojekt. Dann soll Mozarts Requiem einstudiert werden.

Begleitet wird die Aufführung von Schülern der Kreismusikschule Bautzen.

Das ist richtig. Das Orchester unter der Leitung von Clemens Kowollik wird uns bei der dritten Kantate unterstützen. Die jungen Musiker haben sich seit den Sommerferien mit einer großen Ernsthaftigkeit und Professionalität das Stück erarbeitet. Das Weihnachtsoratorium wird übrigens auch im Rahmen der Schülerkonzerte erklingen – und zwar bereits am Freitag um 10 Uhr in der Maria-Martha-Kirche.

Gespräch: Miriam Schönbach