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Ein Neubau für Freitals Kinder

Noch wabert der Geruch frischer Farbe und neuer Möbel durch die Gänge. Die Handwerker und der Baudreck aber sind verschwunden und haben Kinderlachen und Spielzeug Platz gemacht. Die Kita Storchenbrunnen...

Noch wabert der Geruch frischer Farbe und neuer Möbel durch die Gänge. Die Handwerker und der Baudreck aber sind verschwunden und haben Kinderlachen und Spielzeug Platz gemacht. Die Kita Storchenbrunnen an der Albert-Schweitzer-Straße ist gerade in Betrieb gegangen und bis auf wenige Restarbeiten fertiggestellt – wegen des Wetters und zusätzlichem Aufwand etwas später als geplant.

Dass die Kita fertig wurde, war aber höchste Eisenbahn: Der Bedarf ist groß. Über die Hälfte der Plätze ist jetzt bereits belegt. Die ersten Krippenkinder sind eingewöhnt, Kindergartenkinder neu dazugekommen oder aus anderen Einrichtungen in Wohnortnähe gewechselt. Insgesamt bietet die neue Einrichtung 98 Kindern Platz – zwölf mehr als ursprünglich geplant. Um auf den immer noch großen Bedarf an Plätzen vor allem im Krippenbereich zu reagieren, wird ein Zimmer, das einmal als Therapieraum vorgesehen ist, noch als Gruppenraum genutzt. Sowieso ist der 2012 beschlossene Neubau auf dem Gelände des einstigen Busbahnhofes eine Folge des Kinderbooms in Freital. Eine zentral gelegene Einrichtung wie hier in Döhlen passte da gut ins Raster – zumal für das Gebiet über die Städtebauförderung auch noch Gelder bereitstanden.

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Der Neubau für rund 2,4 Millionen Euro ist topp ausgestattet und hochmodern eingerichtet. Die Zimmer sind geräumig – und alle mit viel Fensterfläche versehen. Im Kindergartenbereich hat eine Kleinnaundorfer Künstlerin drei erhöhte Spielebenen geschaffen – mit den Themen Schloss Burgk, Wilhelmine Reichard/Ballon und Storchenbrunnen. Auch die Flure sind groß und können als Spielraum mitgenutzt werden. Neben Personalräumen und großen Garderoben gibt es einen Kreativraum, ein Foyer mit Elternecke, Sportraum und ein Kinderrestaurant. Das ist eine Kinderküche, in der auch gegessen wird. Das Essen wird per Fahrstuhl aus der Zubereitungsküche im Erdgeschoss angeliefert – es kommt vorbereitet aus der Kantine der Bürgerhilfe an der Hüttenstraße. Die Kinder müssen also nicht mehr in den Gruppenräumen essen. Das erfordert Organisation, dafür riecht es nicht nach Essen in den Gruppen, und das Spielzeug kann stehenbleiben.

Als Träger hatte die Stadt den Elternverein Lebensbaum Kleinnaundorf in einem Wettbewerb ausgewählt. Die ebenfalls erst vor wenigen Wochen eröffnete und nahezu baugleiche Kita Wurzelzwerge in Kleinnaundorf betreibt der Verein ebenfalls. Für den Storchenbrunnen konnte Lebensbaum die benötigten neun Mitarbeiter vertraglich sichern. 70 Bewerbungen hatte es laut Vereinsvorstand gegeben – bei dem heutigen Fachkräftemangel und trotz der speziellen Anforderungen ist das durchaus sehr erstaunlich.

Heißen soll die Kita übrigens nun auch weiterhin „Storchenbrunnen“ – aufgrund der Nähe zu dem Wasserspiel hatte sich das während der Entstehung der Kita so eingebürgert. Wegen des naturnahen Konzepts, das sich auch in „Wurzelzwerge“ in Kleinnaundorf findet, hatte der Verein erst überlegt, etwas Analoges zu finden. „Da sich das aber alle so einverleibt hatten, bleibt es, wie’s ist“, sagt Vereinschef Chris Meyer. Und schließlich schaut der Storch auch von den Spielgeräten im Garten runter. Inzwischen hat der Verein sogar ein Logo mit Storch und den Slogan „Hier klapp(er)ts“ für die Kita entwickelt.