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Ein neuer Hort für 120 Kinder

Hinter der Melanchthonschule haben die Bauarbeiten begonnen. Doch es gibt ein Problem: Die Zimmererarbeiten verzögern sich.

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Von Ingo Kramer

Für die Anwohner der Südstadt ist es kaum zu übersehen: Hinter der Melanchthonschule haben Anfang August die Bauarbeiten für den neuen Schulhort begonnen. Am hinteren Ende des Schulhofes, zwischen Melanchthon- und Büchtemannstraße, kündet eine Baugrube vom Fortschritt. „Die Baustelle ist eingerichtet und vermessen, inzwischen ist die Baufirma HFS Hoch- und Tiefbau GmbH aus Ebersbach-Neugersdorf hier tätig“, erklärt Kerstin Poost, Sachgebietsleiterin für Hochbau bei der Stadtverwaltung. Die HFS ist für die Erd-, Kanal- und Rohbauarbeiten zuständig.

Die äußere Hülle des Gebäudes soll bis Dezember fertiggestellt sein. Parallel zum Bau laufen die Ausschreibungsverfahren für die einzelnen Gewerke. „Wir wollen ab Januar mit dem Innenausbau beginnen“, so Kerstin Poost. Laut Plan soll der Hort für 120 Kinder nächstes Jahr zum Schuljahresbeginn im August in Nutzung gehen.

Allerdings bahnt sich jetzt das erste Problem an. Heute Nachmittag sollen die Stadträte im Technischen Ausschuss den Auftrag für die Zimmererarbeiten zurücknehmen. Anfang Juli hatten sie dem Unternehmen Holzbau Heber GmbH aus Kirschau den Zuschlag erteilt. Dagegen hat aber eine Firma aus Rothenburg Einspruch erhoben, deren Angebot ausgeschlossen worden war, weil drei Fabrikatsangaben fehlten. Diese hätten durch die Stadt nachgefordert werden müssen, argumentiert die Firma. Weil sich beide Seiten nicht einigen konnten, wurde die Landesdirektion einbezogen. Die hat entschieden, dass „das Verfahren in die Phase der Prüfung und Wertung der Angebote zurückversetzt werden“ muss. Mit anderen Worten: Die Stadt muss nicht neu ausschreiben, aber die eingegangenen Angebote neu werten. Danach müssen die Räte im Technischen Ausschuss den Auftrag neu vergeben.

So geht Zeit verloren. Ob Wochen oder Monate, ist im Moment noch nicht ganz klar. Baubürgermeister Michael Wieler ist jedoch zuversichtlich, dass das Problem keinen Einfluss auf den Bauablauf hat: „Der Zeitplan ist nicht gefährdet.“ Der Fertigstellungstermin sei trotzdem zu halten.

Auch eine andere Frage klärt die Stadt auf: Anwohner aus der Südstadt wollen wissen, ob der kurze Fußweg zwischen Melanchthon- und Büchtemannstraße hinter dem Hortgebäude weiterhin nutzbar sein oder zugebaut wird. „Es bleibt eine Fuß- und Radwegverbindung bestehen“, versichert Stadtsprecherin Anett Böttger.