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Ein neuer Keller zum Geburtstag

Die Kita Waldblick in Böhrigen feiert das 20-jährige Bestehen. Nach dem Hochwasser 2013 ist das Haus so gut wie neu.

Von Heike Stumpf

Die Aufregung in der Kita „Waldblick“ ist nahezu spürbar. Die Kinder scheinen zu merken, dass ein großer Tag bevorsteht. Und auch die Erzieherinnen und viele Eltern und Großeltern sind schon ein wenig hippelig. Denn viele von ihnen haben seit den Hochwassertagen im Juni 2013 beim Wiederaufbau und zuletzt bei der Verschönerung der Kellerräume geholfen.

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Diese bekommen die Kinder anlässlich des 20. Geburtstages der Einrichtung am Freitag von Bürgermeister Bernd Wagner (parteilos) sozusagen als Geschenk übergeben. „Fast wie neu sind sie nun“, freut sich Leiterin Antje Zeugner Meyer. Das i-Tüpfelchen dort sind wundervolle Zeichnungen von Tieren. Auf der im Turnraum ist neben Maulwurf Pauli sogar der Aussichtsturm in Böhrigen zu sehen. Das alles haben Eltern an die Wand gebracht. Antje Zeugner Meyer ist überzeugt davon, dass die Kinder eine ganze Weile brauchen werden, ehe sie jedes der liebevollen Details entdeckt haben.

Auch Gäste dürfen sich das Haus morgen anschauen. Die Kinder bekommen schon ein wenig eher Gelegenheit, ihre Sachen in die neue Garderobe zu hängen. Außer ihr sind im Keller der Sportraum und ein Zimmer zum Entspannen eingerichtet und nach der Flutschadensbeseitigung nahezu komplett neu möbliert worden.

Bis alles wieder genutzt werden konnte, ist es die vergangenen Monate ziemlich eng im Haus zugegangen. Die Erzieherinnen waren froh darüber, dass der alter Kindergarten nebenan noch als Lager genutzt werden konnte und das auch weiter kann. Dorthin hatten die Frauen und Helfer schon vieles umgelagert, was sie vorm Wasser im Juni 2013 noch retten konnten.

Vor allem weil Abflüsse zu klein waren und sich im Gebäude noch ein Brunnen befand, hatte es während der Flut Wasser ins Haus zurückgedrückt. Daraufhin musste die Kommune neue Rohre vom Haus bis zur Striegis verlegen und Rückstauklappen installieren. Die Heizungsanlage war zu reparieren und das Gebäude trocken zu legen. Mit den Reparaturen im Untergeschoss wird die Schadensbehebung an dieser Stelle wohl mit Kosten in Höhe von rund 240 000 Euro abschließen. Kämmerer Frieder Lomtscher bestreitet die Ausgaben mit Spenden, Erstattungen von der Versicherung und eine Förderung möchte er außerdem beantragen.

Am Standort an sich will niemand rütteln. Die Kinder fühlen sich am Waldesrand rundum wohl. Zum Gärtnern gehen sie in eine Parzelle in die Gartenanlage. Ganz nah an der Natur zu sein, ist Teil des Konzeptes.